Landkreis: Feuer in Elbe-Elster auf 800 Hektar ausgebreitet

Von 10 auf 800 Hektar innerhalb eines Tages: Der Großbrand im Landkreis Elbe-Elster breitete sich am Montag rasend schnell aus und hält die Region auch am Dienstag weiter in Atem.
Rauch von Wald- und Gebäudebränden verdeckt teilweise den Sonnenuntergang. © Frank Hammerschmidt/dpa

Nach dem Ausbruch weiterer großer Brände auf Wald- und Ackerflächen in Brandenburg kämpft die Feuerwehr im Süden des Landes weiter gegen die Ausbreitung der Flammen. Nach Angaben des Landkreises Elbe-Elster habe sich das Feuer auf einer Fläche von 800 Hektar ausgebreitet. «Dafür sorgten vor allem heftige Sturmböen, die die Löscharbeiten der Feuerwehrleute erheblich erschwerten und in Teilen sogar unmöglich machten», hieß es in einer Mitteilung am späten Montagabend. Der stellvertretende Waldbrandschutzbeauftragte Philipp Haase gab die betroffene Fläche mit 300 bis 800 Hektar an.

Haase sagte, dass auch die Dunkelheit die Löscharbeiten erschwere, weshalb in der Nacht nur eingeschränkte Löschmaßnahmen möglich seien. Allerdings sei das Feuer in der Nacht auch weniger aktiv, wegen der ruhigeren Luftverhältnisse.

Wegen des Großbrandes hatte der Verwaltungsstab des Landkreises am Montagabend die Evakuierung von Rehfeld angeordnet, rund 200 Menschen waren betroffen. Später wurde diese Vorsichtsmaßnahme auch für Kölsa und Kölsa-Siedlung in der Stadt Falkenberg (Elster) angeordnet. Dort sind rund 400 Menschen betroffen. Nach Angaben von Haase gestaltete sich die Evakuierung als schwierig, weil einige Bewohner sich weigerten, ihre Häuser zu verlassen.

Das Feuer hatte sich am Montag binnen kürzester Zeit ausgebreitet. In einem Fall befinden sich Windkraftanlagen auf den betroffenen Arealen oder in der Nähe.

Im Laufe des Einsatzes seien sieben Einsatzkräfte verletzt worden, sechs von ihnen wurden demnach ins Krankenhaus gebracht. Zudem sei eine Schweinemastanlage in Kölsa-Siedlung abgebrannt, viele Tiere seien dabei verendet. Insgesamt 400 Einsatzkräfte sind nach Angaben des Landkreises beteiligt.

Betroffen waren am Montag auch Flächen nördlich von Berlin bei Gransee. Dort kämpfte die Feuerwehr im Kreis Oberhavel gegen einen Brand auf rund 60 Hektar Feld- und Waldfläche. Er konnte eingedämmt werden und sei mittlerweile unter Kontrolle, sagte der Waldbrandschutzexperte am Montag. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, ein Polizeihubschrauber flog am Montag mit einer Wärmebildkamera über dem Gebiet

In Kölsa und Kölsa-Siedlung war das Feuer am Montagabend bis auf 400 Meter an die Ortslage herangerückt, wie es hieß. An die Ortslage Rehfeld sei das Feuer inzwischen bis auf 150 Meter herangerückt, teilte der Landkreis mit. Zuvor war der Brand als Großschadenslage eingestuft worden, die Einsatzleitung lag damit beim Kreis.

Für Dienstag seien unter anderem Hubschrauber der Bundeswehr angefordert, sagte Haase. Auch ein Hubschrauber der Polizei sei zur Erkundung der Lage angefragt worden.

Menschliches Handeln verursacht nach Angaben des Umweltministeriums mehr als 90 Prozent aller Waldbrände mit bis zu 99 Prozent der Waldbrandschadflächen.

Nahezu im gesamten Land galt am Montag laut Umweltministerium die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf. Nur in Potsdam-Mittelmark galt die zweithöchste Stufe vier. Brandenburg verfügt über eine Waldfläche von rund 1,1 Millionen Hektar.

© dpa
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