Hochhausdach und Keller brennen: Gasbehälter explodiert

Die Fotos und Videos aus der Nacht sind eindrucksvoll: Das komplette Dach eines hohen Hauses brennt. Dann gibt es einen lauten Knall.
Feuerwägen stehen vor einem Mietshaus in Gesundbrunnen. © Annette Riedl/dpa

Zwei große Brände haben die Berliner Feuerwehr am Mittwochabend in Atem gehalten. Zuerst geriet das Dach eines achtgeschossigen Hauses in Gesundbrunnen nördlich der Innenstadt in Brand. 300 Quadratmeter standen in Flammen. Auch das oberste Geschoss brannte. Während des Löscheinsatzes explodierte ein Gasbehälter auf dem Hausdach. Ein Feuerwehrsprecher sprach von einem Feuerball. Ein Video der Zeitung «B.Z.» zeigte die heftige Detonation, umherfliegende Trümmerteile und Rauchschwaden, die in den Himmel stiegen. Menschen wurden nicht verletzt.

Die Mieter der obersten Etage mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden vom DRK betreut. Der Brand auf und in dem eingerüsteten Gebäude in der Neuen Hochstraße wurde noch am Abend gelöscht. 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Bei der Explosion hätten sich herumfliegende Trümmerteile auf die Nachbardächer verteilt, so der Feuerwehrsprecher. «Die haben wir jetzt kontrolliert.» Aber vor allem seien die Einsatzkräfte unten am Boden gefährdet gewesen. Die Polizei habe «in vorbildlicher Weise die Gehwege und Straßen von den Passanten geräumt. Ansonsten hätte es sicher Verletzte gegeben.»

Die Explosion war auch noch mehrere Kilometer entfernt vom Brandort im Bezirk Mitte zu hören - etwa am Plötzensee. Auf Twitter hatte die Feuerwehr kurz nach Brandausbruch mitgeteilt: «Es erreichen uns sehr viele Anrufe.» Die Ursache des Feuers stand zunächst noch nicht fest. Eine Anwohnerin sagte der Nachrichtenagentur dpa, es habe auf dem Gebäude Dacharbeiten gegeben.

Am späteren Abend brannte es in mehreren Kellern eines achtstöckigen Mietshauses im Ortsteil Staaken in Berlin-Spandau. Die Feuerwehr löschte das Feuer und kontrollierte wegen der starken Verbreitung des Rauchs im ganzen Haus 34 Wohnungen. Ein Mensch wurde vor Ort von Rettungskräften versorgt. 92 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Wie es zu dem Brand kam, ist nach Angaben der Feuerwehr noch unklar.

In Staaken wurden seit einem Jahr immer wieder Feuer von einem oder mehreren Brandstiftern gelegt, meist in Kellern der dortigen Hochhäuser. Die Polizei ermittelte intensiv, setzte eine Belohnung aus, warnte die Bewohner vor den Gefahren und nahm auch Verdächtige fest.

© dpa
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