Brandenburgs Städte verzichten nicht auf Weihnachtsmärkte

Viele Städte in Brandenburg werden trotz gestiegener Energiekosten zur Adventszeit wieder festlich beleuchtet. Vielerorts haben Kommunen schon auf energiesparende Lampen umgestellt.
Glühweintassen stehen auf einem Weihnachtsmarkt vor einem Stand auf einem Tisch. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Trotz gestiegener Energiekosten wollen Brandenburger Städte nicht auf ihre traditionelle Weihnachtsbeleuchtung verzichten - es gibt aber Änderungen. Auch Weihnachtsmärkte sollen nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder mit ausreichender Beleuchtung stattfinden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Allerdings setzen die Veranstalter auf einen geringeren Energieverbrauch.

«Der diesjährige Cottbuser Weihnachtsmarkt ist vom 23. November bis 23. Dezember geplant und wird nach jetzigem Stand auch stattfinden», sagte Stadtsprecher Jan Gloßmann. In Absprache zwischen Stadt und Veranstalter werde die gesamte Beleuchtung des Marktes auf LED umgestellt, so dass der Energieverbrauch relativ gering ausfallen werde. «Eine Verkürzung, Verringerung oder gar Abschaltung der Beleuchtung ist aus diesem Grund nicht vorgesehen», sagte Gloßmann.

Durch die Umstellung auf LED-Lichter in der gesamten städtischen Straßenbeleuchtung sparte die Stadt Oranienburg (Landkreis Oberhavel) allein zwischen 2012 und 2020 über 500.000 Kilowattstunden Strom ein, wie Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer berichtete. Für 2023 geht die Stadt dennoch erstmals von einer Kostensteigerung von rund 30 Prozent aus. «Das wären knapp 100.000 Euro Mehrkosten.»

Die Weihnachtsbeleuchtung allein habe bisher immer rund 7500 Kilowattstunden ausgemacht und Kosten in geringer vierstelliger Höhe verursacht. An dem Umfang will Oranienburg zunächst festhalten, wie Fehlauer erklärte. «Nach jetzigem Stand halten wir am Weihnachtsmarkt dieses Jahr fest, die Planungen laufen derzeit an.» Die Stromgebühren würden wie immer von den Händlern getragen.

Der Potsdamer Weihnachtsmarkt unter dem Motto «Blauer Lichterglanz» leuchtet auch in diesem Jahr. Die Beleuchtung wird aber nach Angaben des Geschäftsführers des Veranstaltungsunternehmens, Eberhard Heieck, auf LED umgestellt. In der Brandenburger Straße, der Fußgängerzone, sollen weniger Stände stehen.

Auch in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) soll es einen Weihnachtsmarkt geben. Einen Termin hat die Stadt noch nicht bekannt gegeben. Nach Totensonntag wird die Innenstadt traditionell mit weihnachtlicher Beleuchtung versehen. «Stand jetzt plant der Bauhof alles wie in den Vorjahren», sagte Stadtsprecher Jean Dibbert. Mittlerweile seien fast alle Weihnachtsbeleuchtungen auf LED umgestellt.

Energiesparende Lampen der dritten Generation nutzen auch viele Schausteller im Land, wie es vom Brandenburgischen Schaustellerverband «Sanssouci» hieß. Damit erreichten größere Fahrgeschäfte wie Riesenräder eine Einsparung von über 50 Prozent. Mit höheren Energiekosten für seine Mitglieder rechnet der Verband laut Geschäftsführer Ron Affeldt aber trotzdem.

An die Politik appelliert der Verband, die Weihnachtsmärkte nicht etwa wegen befürchteter negativer Energiebilanz ausfallen zu lassen. Der Stromverbrauch pro Weihnachtsmarkt-Gast betrage nur rund 0,2 Kilowattstunden. Müsse dieser Gast zuhause bleiben und sich eine Fertigpizza backen oder Kaffee kochen, käme er etwa auf den vierfachen Stromverbrauch.

© dpa
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