Rosneft warnt vor steigenden Treibstoffpreisen

Der russische Ölkonzern Rosneft malt die Zukunft seiner Raffinerie Schwedt in Brandenburg äußerst schwarz wegen des kommenden Importstopps für Öl aus Russland. Wenn die Raffinerie PCK nicht mehr über die Pipeline Druschba (Freundschaft) beliefert werde, sondern über andere Wege, sei sie nur noch zur Hälfte ausgelastet. Das teilte der größte russische Ölkonzern nach einer Meldung der Agentur Interfax am Freitagabend in Moskau mit.
Anlagen zur Rohölverarbeitung auf dem Gelände der PCK-Raffinerie GmbH. © Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Dies werde zu Einbußen von bis zu 300 Millionen Euro im Jahr führen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Steuerzahlungen in die deutsche Staatskasse. Zu erwarten seien auch steigende Benzin- und Treibstoffpreise in ganz Deutschland. Rosneft erprobe zwar alternative Lieferwege. Aber das per Tanker nach Rostock gebrachte Öl aus den USA sei um 30 Prozent teurer als das Pipeline-Öl, hieß es.

Die EU hat im Mai wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine einen Importstopp für russisches Öl verhängt. Er greift Ende 2022. Ausnahmen gibt es für Länder wie Ungarn und die Slowakei, die ohne Öl aus der Druschba-Pipeline nicht auskommen. Für Schwedt sucht Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) alternative Ölquellen. Habeck zufolge hat Rosneft wenig Interesse an der Umstellung.

© dpa
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