Keine Pause für PCK-Gruppe: Rostock-Leitung im Gespräch

04.07.2022 Deutschland will von Energie aus Russland unabhängig werden. Wie das geht, ist für die Raffinerie in Schwedt alles andere als klar. Vor der eigens eingerichteten Projektgruppe liegt viel Arbeit.

Jörg Steinbach (SPD), Brandenburger Minister für Wirtschaft, schaut in die Kamera. © Soeren Stache/dpa

Die Projektgruppe zur Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt will mit Hochdruck an neuen Lieferwegen für Öl arbeiten. Eine Sommerpause soll es für die Teilnehmer nicht geben.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Leiter der Taskforce, Michael Kellner, sagte am Montag, entscheidend sei die Ertüchtigung der Pipeline von Rostock nach Schwedt. «Das ist das, wo ich die höchste Ungeduld habe, wo wir am schnellsten vorankommen müssen.» Das Öl käme dann aus anderen Ländern per Tanker über den Hafen Rostock und über die existierende Pipeline nach Schwedt.

Die Bundesregierung hat sich wegen des russischen Kriegs in der Ukraine verpflichtet, auf das Öl aus der Druschba-Pipeline vom kommenden Jahr an zu verzichten. Konkrete Beschlüsse zur Raffinerie PCK, die mehrheitlich zum russischen Staatskonzern Rosneft gehört, fasste die Projektgruppe bei ihrer zweiten Sitzung in Schwedt am Montag nicht. Es werde aber über den Sommer weiter gearbeitet.

Ziel der Bund-Länder-Gruppe ist es, den Standort, die Versorgungssicherheit und die Arbeitsplätze zu erhalten. Es gehe aber auch um neue Beschäftigungsfelder etwa im Bereich der erneuerbaren Energien, betonte Kellner.

Die Arbeit müsse ohne Unterbrechung fortgesetzt werden, sagte auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Es gebe mehr offene Fragen als konkrete Lösungen. Auch zur künftigen Eigentümerstruktur gebe es keinen neuen Stand, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ministerpräsident Dietmar Woidke hält eine neue Gesellschafterstruktur für notwendig. «Für eine gute Zukunft des Standortes Schwedt braucht es einen Eigentümerwechsel», hatte er dem «Handelsblatt» gesagt.

Gespräche mit potenziellen Investoren werden Steinbach zufolge fortgesetzt. Das Energieunternehmen Alcmene oder der Biokraftstoff-Unternehmer Claus Sauter, Vorstandschef des Unternehmens Verbio, haben nach Medienberichten Interesse an der Raffinerie angemeldet. Auch das uckermärkische Unternehmen Enertrag, das Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen erzeugt, ist darunter.

© dpa

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