Eisbären hoffen gegen Nürnberg auf neue Abwehr-Alternativen

Auch wegen der lange Zeit großen Verletzungssorgen hinkt der Meister in der DEL bisher den eigenen Ansprüchen hinterher. Doch nun hat Trainer Aubin in der Defensive einige zusätzliche Optionen.
Berlins Torschütze Leonhard Pföderl (hinten) jubelt mit Berlins Marcel Noebels über das Tor zum 2:3. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Den Eisbären Berlin bieten sich vor dem nächsten Heimspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ungewohnte personelle Möglichkeiten in der Defensive. Mit Brendan Guhle und Korbinian Geibel trainierten vor der Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitagabend (19.30 Uhr/Magentasport) zwei lange verletzte Verteidiger wieder voll mit der Mannschaft, außerdem wurde mit Rayan Bettahar Anfang der Woche ein weiteres Abwehrtalent verpflichtet.

«Es ist definitiv schön, so viele Spieler auf dem Eis zu sehen», sagte Coach Serge Aubin am Donnerstag. «Das zeigt sich sofort am höheren Tempo im Training. Die Energie scheint sehr hoch zu sein.» Wer von den drei Verteidigern am Freitag in der Aufstellung stehen wird, dürfte sich aber erst am Spieltag herausstellen. «Sobald ich genau weiß, wie sich alle fühlen, treffe ich die endgültige Entscheidung», sagte Aubin.

Gut möglich ist, dass Guhle und Geibel noch geschont werden, und der 18 Jahre alte Bettahar sein DEL-Debüt feiern darf. Der deutsche U18-Nationalspieler war erst vor wenigen Tagen aus der kanadischen Nachwuchsliga Western Hockey League (WHL) in die Hauptstadt gewechselt, hinterließ aber bereits gute Eindrücke. «Es ist natürlich ein großer Schritt vom Junioren- zum Profi-Eishockey, aber im Laufe der Woche wurde er immer besser», lobte Aubin.

Bettahar selbst freut sich bereits auf seine Premiere im Eisbären-Jersey: «Das Angebot aus Berlin konnte ich eigentlich nicht abschlagen. Die Entscheidung fiel mir sehr leicht», sagte der Deutsch-Pole mit dem algerischen Vater. Sein Traum, sich in Nordamerika durchzusetzen, sei aber noch nicht geplatzt, betonte Bettahar. «Berlin und die DEL haben bewiesen, dass es sehr viele Spieler schaffen, noch einmal rüberzugehen und sich durchzusetzen.»

© dpa
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