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Ein Zeichen gegen Antisemitismus: Kundgebung

Vor dem Hintergrund des Krieges zwischen der Hamas und Israel hat es auch in Berlin Gewalt und Antisemitismus gegeben. Das wollen zahlreiche Organisationen nicht so stehen lassen.
Israelische Flagge
Die israelische Flagge weht im Wind. © Hendrik Schmidt/dpa/Symbolbild

Direkt am Brandenburger Tor will ein breites Bündnis von Organisationen am Sonntagnachmittag ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel setzen. An der Kundgebung beteiligen sich auf Initiative der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Parteien und Religionsgemeinschaften genauso wie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll die Kundgebung mit einer Ansprache eröffnen.

Auch eine Reihe von Vertretern aus der Bundespolitik wie die SPD-Vorsitzende Saskia Esken, der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour und CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sind angekündigt. Außerdem sollen Familienmitglieder von israelischen Geiseln zu Wort kommen. Für den Berliner Senat will der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Rede halten.

Berliner Polizei verhängt erneut ein Demonstrationsverbot

Nach mehreren Tagen mit pro-palästinensischen Ansammlungen und Gewaltausbrüchen in Berlin blieb es am Samstag und in der Nacht davor deutlich ruhiger. Die Verbote von zwei pro-palästinensischen Demonstrationen in Berlin-Mitte sind am Samstagnachmittag weitgehend eingehalten worden.

Die Berliner Polizei hat am Samstag allerdings erneut eine palästinensische Demonstration verboten. Sie war für Sonntag von 14 bis 18 Uhr auf dem Potsdamer Platz in Berlin-Mitte unter dem Titel «Frieden im Nahen Osten» geplant. Die Entscheidung sei nach Bewertung aller Umstände und Erkenntnisse sowie der Abwägung sämtlicher Interessen gefallen, insbesondere des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit, teilte die Polizei mit.

Rabbiner Andreas Nachama setzt auf Dialog

Der Berliner Rabbiner Andreas Nachama hat appelliert, Muslime nicht pauschal als gewaltbereit abzustempeln. Viele Bilder und Filme in den Tagen seit dem Angriff der Hamas auf Israel seien sehr verstörend, sagte er dem «Tagesspiegel» (Samstag). «Als Berliner kann ich sagen, dass sich vergleichbare Szenen bereits in der Silvesternacht zugetragen haben», so der Rabbiner der Gemeinde am Hüttenweg. Die Gewaltbereitschaft betreffe nicht pauschal alle Muslime, sondern eine bestimmte Szene.

«Wir müssen versuchen, mit diesen Menschen in einen Dialog zu treten. Dazu sind wir verpflichtet, denn wir leben gemeinsam in dieser Stadt», so der Sohn jüdischer Holocaust-Überlebender und ehemalige Direktor des Erinnerungsorts Topographie des Terrors. So schwer das für beide Seiten auch sein möge, es sei zum Wohle des Ganzen. «Ich habe in der muslimischen Community viele Freunde und appelliere an alle, einen Weg zur Geschwisterlichkeit und Partnerschaft zu finden.»

Am Petriplatz in Berlin-Mitte gab es an der Baustelle des House of One am späten Samstagnachmittag ein Friedensgebet, zu dem die multireligiöse Stiftung House of One eingeladen hatte. Rabbiner Nachama, Imam Kadir Sanci, Pfarrerin Marion Gardei und der katholische Diakon Johannes Hafner riefen angesichts des Krieges zwischen der islamistischen Hamas und Israel zu einem friedlichem Miteinander auch in Berlin und Deutschland auf.

© dpa
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