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Dutzende Festnahmen oder Identitätsfeststellungen

Bei einem Demonstrationszug zieht die Polizei einen Lautsprecherwagen aus dem Verkehr. Grund sind Rufe mit gewaltverherrlichendem Inhalt. Danach kommt es in Neukölln noch zu Protest.
Nahostkonflikt
Teilnehmer einer Pro-Palästina Kundgebung demonstrieren auf dem Kottbusser Damm. © Sven Kaeuler/dpa

Nach einem Demonstrationszug im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg ist es nach Angaben der Polizei am späten Samstagabend in Berlin-Neukölln noch zu einem Protest mit Glaswürfen und Böllern gekommen. Die Polizei habe in 55 Fällen Menschen festgenommen oder ihre Identität festgestellt, teilte sie am Sonntag mit. Aus einem Wohnhaus in der Sonnenallee seien Gläser auf Polizisten geworfen worden, niemand sei davon getroffen worden. Zudem sei Pyrotechnik auf ein Polizeifahrzeug geschossen worden, ein Schaden sei aber nicht entstanden. Während der Festnahmen habe ein Beamter Verletzungen am Kopf und an der Hand erlitten.

Die Berliner Polizei war nach eigenen Angaben von Samstagnachmittag bis in die vergangene Nacht mit knapp 900 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

In Berlin-Hellersdorf stahl eine Gruppe am frühen Sonntagmorgen nach Angaben der Polizei eine Israel-Flagge, die später in einem Park gefunden wurde. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden.

In der Nacht zum Sonntag gab es keine Auseinandersetzungen mit der Polizei. «Es war insgesamt ruhig, wir hatten keine größeren Einsätze», sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Sonntagvormittag. Die Polizei war allerdings mit einem Großaufgebot in Neukölln. «Es waren auch Wasserwerfer vor Ort, aber nicht im Einsatz.»

Bei der Demonstration von der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg zum Hermannplatz seien in elf Fällen Menschen festgenommen oder deren Identität festgestellt worden. Der Demonstrationszug, bei dem auch zahlreiche Palästinenser-Fahnen zu sehen waren, war am späten Nachmittag gestartet. Angemeldet war die Demonstration als Protest gegen globale Unterdrückung mit 500 Teilnehmern. In der Spitze seien es 3500 gewesen, sagte die Polizeisprecherin.

Polizei zieht Lautsprecherwagen aus dem Verkehr

Zu Beginn der Versammlung seien den Teilnehmern die Versammlungsbeschränkungen auf Deutsch und Arabisch bekannt gegeben worden, teilte die Polizei am Samstag auf X (ehemals Twitter) mit. Dazu zählte etwa das Verbot, Fahnen öffentlich zu verbrennen, Gewalttaten zu verherrlichen, die Vernichtung des Staates Israel zu propagieren oder für die islamistische Hamas zu werben.

Die Polizei habe dann an der Oranien-/Ecke Adalbertstraße den Lautsprecherwagen aus dem Demonstrationszug entfernt. Grund sei ein Verstoß gegen die genannten Auflagen gewesen, so die Polizeisprecherin. Es habe auf Arabisch gewaltverherrlichende Rufe gegeben. Die Polizei habe auch danach mehrmals dazu aufgefordert, sich an die Auflagen zu halten.

In Neukölln wird Pyrotechnik gezündet

«Am Kottbusser Damm haben unsere Einsatzkräfte den Aufzug angehalten, um dem Verantwortlichen sowie auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über unsere Lautsprecherwagen mitzuteilen, dass israelfeindliche Ausrufe nicht länger geduldet werden», so die Polizei auf X.

In der vergangenen Woche hatte es in Neukölln vor dem Hintergrund des Krieges der islamistischen Hamas und Israel mehrfach Auseinandersetzungen mit der Polizei gegeben.

© dpa
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