Schubert: «besteht ein Risiko, dass wir es nicht schaffen»

Berlins Linke-Landesvorsitzende Katina Schubert sieht die Bundespartei nach dem Parteitag in Erfurt auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. «Ich glaube, wir haben eine Tür aufgestoßen für die Erneuerung, aber sie ist natürlich noch nicht da», sagte Schubert am Montag der Deutschen Presse-Agentur. «Jetzt wird es darum gehen, tatsächlich eine Strategie zu entwickeln, die uns in die Lage versetzt, radikale Realpolitik zu machen», sagte Schubert, die beim Bundesparteitag als stellvertretende Bundesvorsitzende wiedergewählt wurde.
Die Landesvorsitzende der Linken in Berlin, Katina Schubert, hält eine Rede. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

«Natürlich besteht ein Risiko, dass wir es nicht schaffen», sagte Schubert mit Blick auf Äußerungen der früheren Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, die selbst nicht nach Erfurt gekommen war. «Nach diesem Parteitag gibt es kaum Hoffnung, dass die Linke ihren Niedergang stoppen kann», hatte Wagenknecht anschließend formuliert. Schubert sagte dazu, jemand, der die Partei, von der sie seit vielen Jahren nicht schlecht lebe, pausenlos schlechtrede, habe am Niedergang dieser Partei einen gehörigen Eigenanteil. «Und dieser Parteitag hat entschieden, dass er den Kurs von Sahra Wagenknecht nicht verfolgt. Es ist logisch, dass sie sagt, dann kann das alles nichts werden.»

Positiv bewertete Schubert auch, dass sich der Parteitag eindeutig zum Krieg Russlands gegen die Ukraine positioniert habe: «Da hat es eine klare Entscheidung gegeben, gegen den Flügel, der sich rund um Sahra Wagenknecht gruppiert», so die Berliner Landesvorsitzende. «Wir haben keinerlei Relativierung mehr nach dem Motto «Weil die Nato völkerrechtswidrige Kriege geführt hat, darf Russland das auch, oder dann ist es nicht ganz so scharf zu verurteilen.» Das ist geklärt.»

Das Ziel müsse sein, die Linke als Wahlalternative spannend und interessant zu machen, sagte Schubert. «Wir müssen jetzt konkrete Vorschläge unterbreiten und versuchen, in den Ländern und in den Kommunen, wo wir an der Regierung beteiligt sind, möglichst viel davon praktisch umzusetzen, um zu zeigen, es geht.»

© dpa
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