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Der bekannte Unbekannte: Ausstellung zu Banksy

Auch nach Jahrzehnten kann nur spekuliert werden, wer hinter Banksy steckt. Die Geheimnisse um den britischen Künstler und die oft spektakulären Werke nutzen viele Ausstellungen. «Nicht-autorisiert» heißt es jetzt auch in Berlin.
Banksy Austellung
Eine Person läuft zum Presserundgang durch die nicht-autorisierte Ausstellung zu den Werken des Streetart-Künstlers Banksy. © Fabian Sommer/dpa

Banksy zählt zu den bekanntesten Unbekannten. Die gesprayten Arbeiten des unter Pseudonym arbeitenden britischen Künstlers finden sich seit Jahrzehnten meist ohne Vorwarnung etwa auf Wänden oder Mauern an inzwischen unzähligen internationalen Orten. Als Anerkennung für die Echtheit der häufig mit Schablonen geschaffenen Graffitiarbeiten gilt etwa ein Posting auf einer Banksy-Seite im Internet.

Die mit dem Künstler meist verbundenen Mauerteile oder besprühten Objekte lassen sich nicht einfach ausstellen. Deswegen zeigen die recht zahlreichen Ausstellungen zum Werk Banksys häufig Fotos der berühmtesten Arbeiten, mitunter hochwertig erstellt und mit bekannteren Namen verbunden. Es gibt auch Siebdrucke, Sprayarbeiten auf Leinwand oder Pappe und andere Originale von Banksy, die in privaten Sammlungen oder Museen landen.

Handel mit seiner Kunst sieht Banksy sehr kritisch. Eine Version seines berühmten Werks «Girl with Balloon» zerstörte sich 2018 nach einer Auktion selbst. Die spätere Versteigerung des geschredderten Kunstwerkes brachte mit fast 22 Millionen Euro ein Vielfaches des ursprünglichen Auktionspreises.

In Berlin ist von diesem Freitag an eine ausdrücklich als «nicht-autorisiert» markierte Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers zu sehen, von denen knapp 20 als Originale firmieren. Bei Banksy ist zu solchen Projekten zu lesen: «Banksy ist in keine (Ausstellung) involviert oder steht damit in Verbindung.» Auch um die Verwendung seiner Motive sorgt sich Banksy. Zwar verweist er selbst auf sein Zitat «Copyright is for losers», möchte Motive aber nur privat und nicht kommerziell genutzt wissen.

Die Ausstellung «Bansky - A Vandal Turned Idol» macht nach Stationen in Madrid, Malaga, Moskau, Hongkong, Mailand, Lissabon, Las Vegas, Yokohama, Osaka oder Nagoya nun in Berlin im Erdgeschoss eines Funktionsgebäudes Station.

Die Ausstellungsmacher haben dort improvisiert, wo gesicherte Fakten fehlen. Eine Installation zeigt ein Atelier eines nicht identifizierbaren Sprayers im dunklen Hoodie, wie es vielleicht auch bei Banksy aussehen könnte. Einige Fotos oder Videos von Überwachungskameras zeigen eine männliche Person bei der Arbeit an Graffitis, die später Banksy zugeschrieben wurden.

Thematisch folgt die Ausstellung wichtigen Themen des Künstlers. Den Auseinandersetzungen mit Konsum, Tod oder Umwelt sind mit zusammen rund 100 Arbeiten ebenso Kapitel gewidmet wie Banksys Blicken auf Macht und Religion, Liebe und Hoffnung.

Banksy hat dabei seinen Preis nicht nur auf dem internationalen Kunstmarkt. In der Ausstellung kostet ein Ticket bis zu 24 Euro.

© dpa
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