Weitere Aktionen von Klimademonstranten in Berlin

Seit Monaten machen Klimaaktivisten mit Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam. Berlin steht dabei häufig im Zentrum. Protest gibt es aber auch andernorts.
«Act now» steht auf einem Transparent der Umweltschutzgruppe «extinction rebellion» bei einer Straßenblockade am Potsdamer Platz. © Paul Zinken/dpa

Klimaaktivisten haben ihren Protest in Berlin fortgesetzt und Straßen blockiert. Am Montag versammelten sich Dutzende Menschen im Stadtzentrum unweit des Regierungsviertels. Zunächst blockierten nach Polizeiangaben etwa 50 Männer und Frauen die Kreuzung Unter den Linden, Ecke Friedrichstraße in der Nähe des Brandenburger Tors. Wenig später versammelten sich laut Polizei rund 100 Menschen am Potsdamer Platz und stellten dort einen pinkfarbenen Turm auf, der einem Bohrturm glich. Die Aktionen kritisierten die unzureichende Klimapolitik der Bundesregierung und deren Sucht nach Öl, Gas und Kohle, teilte die Initiative Extinction Rebellion mit.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen Transparente und Plakate mit sich. Darauf standen Sätze wie «Ich bin hier, weil ich Angst um unsere Zukunft habe», «Wir wollen überleben» oder «Raus aus der fossilen Sucht» und «Systemwandel jetzt!».

An beiden Protestorten klebten sich einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Straße fest. Sie wurden von der Polizei mit Öl vom Untergrund losgelöst. Am Potsdamer Platz klebten sich einige Demonstranten auch an dem Turm fest.

Einige Demonstranten wurden von Polizisten weggetragen. Beamtinnen und Beamte nahmen die Personalien der Teilnehmer auf. Die Polizei sperrte die Bereiche ab, es kam zu Staus. Insgesamt seien rund 450 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz gewesen, sagte ein Behördensprecher.

Auch in Brandenburg gab es am Montag Proteste: Etwa 40 Klimaaktivisten waren am frühen Morgen auf das Gelände des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde eingedrungen und blockierten unter anderem Gleis- und Förderanlagen. Nach Angaben des Betreibers Leag wurde wegen der Aktion die Leistung des Kraftwerks gedrosselt.

Die Initiative Extinction Rebellion hatte angekündigt, vier Tage lang im Berliner Regierungsviertel protestieren und mit Blockaden den Betrieb stören zu wollen. Am Samstag hatten rund 350 Menschen eine Kreuzung am Schlesischen Tor blockiert. Die Polizei löste die Versammlung auf und stellte nach eigenen Angaben die Personalien von 235 Beteiligten fest. Es gab Anzeigen wegen Nötigung und Ermittlungen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Initiative Extinction Rebellion hat schon mehrfach in Berlin protestiert. Vor knapp zwei Wochen hatte die Gruppe grüne, nach eigenen Angaben ungiftige Farbe in die Spree im Regierungsviertel gekippt. Das sollte ein Symbol für die Auswirkungen der Klimakatastrophe auf der ganzen Welt sein.

© dpa
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