Duell der Europa-League-Punktlosen: Union hofft auf Fischer

Wenn alles klappt, ist Urs Fischer doch da: Bundesliga-Tabellenführer 1. FC Union Berlin will mit seinem Erfolgscoach an der Linie die bisher trübe Europa-League-Bilanz endlich aufpolieren. Ein Sieg soll und muss her an diesem Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) bei Malmö FF, wenn die Eisernen ihr Hoffnungen aufs Weiterkommen stärken wollen. Das Gute: Der Gegner ist international auch nicht gut drauf, kassierte wie Union zwei Niederlagen in der Gruppe D.
Unions Trainer Urs Fischer gibt vor einem Spiel ein Interview. © Andreas Gora/dpa/Archivbild

Heißt aber auch: Der schwedische Rekordmeister steht genauso unter Druck wie der 1. FC Union Berlin. «Das ist ein Spiel: 'Alles oder nichts'» betonte Mittelfeldspieler Andras Schäfer: «Aber das ist auch unser Stil.»

Verzichten müssen die Profis wohl doch nicht unbedingt auf ihren Cheftrainer, Fischer wurde am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet. Mehrere jüngste Tests fielen aber negativ aus, die Berliner hoffen, dass er am Donnerstag nach Malmö reisen kann, wie Kommunikationschef Christian Arbeit am Mittwoch sagte.

Ansonsten muss Assistent Markus Hoffman ran, aber da dürften sich weder Fischer noch die Mannschaft Sorgen machen müssen. «Er ist für mich wahrscheinlich die wichtigste Bezugsperson. Da habe ich blindes Vertrauen», sagte der Schweizer Fischer (56) mal über den Österreicher Hoffmann (50). «Zwei wie Pech und Schwefel» titelte anlässlich der Vertragsverlängerung des Duos in der vergangenen Woche die «Berliner Morgenpost». Eine theoretische Chance sieht der Club noch, dass sich Fischer bis Donnerstag freitesten und nach Schweden nachreisen kann.

Zwei Jahre gemeinsame Erfolgsjahre beim FC Basel (Juli 2015 bis Juni 2017), ab dem Sommer 2018 zusammen beim 1. FC Union. Gemeinsam führten sie den Club in die Bundesliga, danach in die Conference League und nun spielen sie Europa League. Während die Köpenicker die deutsche Fußball-Meisterschaft trotz der Niederlage jüngst bei Eintracht Frankfurt überraschend weiter anführen, läuft es international noch nicht so gut. Der Heimauftakt gegen Saint-Gilloise war mit 0:1 verloren gegangen, beim SC Braga folgte ein weiteres 0:1. «Es ist ein wirklich wichtiges Spiel», betonte Schäfer daher vor Abreise: «Aber trotzdem müssen wir ruhig bleiben, uns nicht stressen lassen.»

© dpa
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