Seine Frau Victoria habe sich deswegen auch Sorgen gemacht, ob Seguin die Geburt womöglich verpassen könnte, sagte der Fußballer. Doch nun hat alles vorher geklappt. «Was wollen wir mehr? Jetzt geht es los und ich bin da», habe er gesagt. Mutter und Kind seien wohlauf. «Jetzt fahre ich gleich ins Krankenhaus und hole sie ab», sagte Seguin. Elea ist die erste Berlinerin in der Familie.
In der Hauptstadt spielt der 27-Jährige seit dem vergangenen Sommer. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten nimmt er sportlich eine immer größere Rolle ein. «Ich war schon hinten dran. Da war ich noch nicht so weit. Auch mental hatte ich so meine Sachen», sagte er. «Ich habe mich da rausgekämpft und immer mehr verstanden, was der Trainer sehen will.» Er habe dann seine Chancen bekommen und sie genutzt.
Trotzdem hat Trainer Urs Fischer auf Seguins Position viele Optionen. «Der Konkurrenzkampf ist schon enorm, der bei uns im Mittelfeld abgeht», sagte der Profi. «Dem stellt man sich dann halt auch.» Am Ende stehe aber immer der Erfolg des Teams an erster Stelle. Seine Stärke sieht er selbst so: «Ich bin ein sehr ballsicherer Spieler, der viel vertikal denkt, der auch gegen den Ball gut arbeitet.»