Magaths Warnungen: Warmes Wetter und Gijon-Erinnerungen

06.05.2022 Felix Magath hat es fast geschafft. Ein Sieg gegen Mainz und die Hertha ist gerettet. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga sieht der Berliner Coach aber noch viele Stolperfallen. Der Spielplan gefällt ihm nicht und das Wetter ist zu warm.

Berlins Trainer Felix Magath gibt ein Interview vor Spielbeginn. © Friso Gentsch/dpa

Am laschen Auftreten des FC Bayern München wollte Felix Magath nicht mehr herummäkeln. Aber das Thema einer möglichen Wettbewerbsverzerrung im Bundesliga-Schlussspurt lässt den Trainer von Hertha BSC nicht los und erinnert ihn sogar an die «Schande von Gijon». Maximal verwundert ist der Berliner Coach kurz vor der möglichen Rettung im Abstiegskampf, dass am vorletzten Spieltag nicht wir über Jahrzehnte üblich alle 18 Mannschaften zeitgleich antreten. Daraus machte Magath am Freitag bei der Pressekonferenz für die Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 keinen Hehl.

«Es irritiert mich. Jetzt haben wir so eine Situation und wir sind mittendrin, die einen Spielen heute, die anderen am Sonntag und wir am Samstag, dass dadurch wieder gemutmaßt werden kann», sagte Magath vor dem Spiel gegen die im Tabellen-Niemandsland platzierten Rheinhessen am Samstag (18.30 Uhr/Sky).

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte die Regularien zwecks besserer TV-Vermarktung geändert, so dass auch der 33. Spieltag im Rhythmus von Freitag bis Sonntag stattfindet. Nur am letzten Spieltag werden alle Spiele noch zeitgleich angepfiffen. Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic musste den Spagat schaffen, Magath irgendwie recht zu geben und die ökonomische Entscheidung der Profi-Clubs doch zu verteidigen. Zu Corona-Zeiten habe man sich darauf verständigt, als es für viele ums wirtschaftliche Überleben ging. «Wir können es jetzt nicht ändern. Es ist, wie es ist», sagte Bobic.

Der Trainer aber warnte. «Ich war davon auch überrascht. Ich kannte es nur so, dass die beiden letzten Spieltage parallel ausgetragen werden. Mir ist das ein Rätsel», sagte Magath. Der 68-Jährige erinnerte sogar an die WM 1982, als die Nationalmannschaften von Deutschland - mit Magath als Spieler - und Österreich mit maximal passiver Spielweise ein 1:0 für die DFB-Elf über die Zeit schaukelten, was beide Teams eine Runde weiterbrachte. «Ich habe halt die Erfahrung, ich habe ein Spiel mitgemacht, dass anschließend große Diskussionen stattfanden», sagte Magath.

In seiner bislang leidenschaftlichsten Pressekonferenz als Hertha-Coach machte der Coach aber auch klar, dass die Berliner jenseits jeder Verschwörungsmystik alles selber regeln können. Mit einem Sieg gegen Mainz ist der Klassenerhalt geschafft. Nur bei einem Remis oder einer Niederlage spielen die Ergebnisse von Arminia Bielefeld beim VfL Bochum am Freitagabend und des VfB Stuttgart beim FC Bayern München am Sonntag eine Rolle. «Wir brauchen noch einmal 90 Minuten Leidenschaft, 90 Minuten Kampf», postulierte Magath mit lauter Stimme.

Seine Kritik an der nach dem Titelgewinn zuletzt schlechten Leistung der Bayern beim 1:3 in Mainz relativierte er zugleich. «Ich denke mal, es war ins Blaue gesprochen, die Reaktion werden wir alle sehen am Wochenende», sagte der Hertha-Trainer.

Für ihn ginge es darum, «was macht Hertha und nicht, was machen die Bayern und was macht Bochum. Wir versuchen, das Maximale herauszuholen», fügte Magath an und verabschiedete sich mit einer etwas rätselhaften Warnung vor den in der Hauptstadt deutlich angestiegenen Temperaturen. Die, so seine Erfahrungen, könnten den noch auf kältere Frühlingstage eingestellten Organismus der Profis durcheinander bringen. Immerhin spiele man aber erst um 18.30 Uhr und damit am kühleren Abend. Dies übrigens dank der zeitversetzten Ansetzung der DFL.

© dpa

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