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Breites Bündnis demonstriert am Sonntag gegen Antisemitismus

Zwei Wochen nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel hat ein Bündnis von Organisationen zu einer Kundgebung aufgerufen. Sie wollen am Brandenburger Tor ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.
Davidstern
Ein Davidstern hängt an einer Wand im Gebetsraum einer Synagoge. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Ein breites Bündnis von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft über Parteien und Religionsgemeinschaften bis zu Gewerkschaften hat für Sonntag zu einer Kundgebung gegen Antisemitismus und für Solidarität mit Israel in Berlin aufgerufen. Die Veranstalter erwarten dazu am Nachmittag am Brandenburger Tor rund 10.000 Teilnehmer. «Israels Sicherheit ist nicht nur deutsche Staatsräson, Israels Existenz zu verteidigen, ist auch die Sache der deutschen Zivilgesellschaft in all ihrer Breite», sagte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, am Freitag. Die Organisation ist Initiator des Bündnisses. Zum Beginn um 14.00 Uhr wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Ansprache halten.

Bei der Kundgebung sollen außerdem der Botschafter Israels in Deutschland, Ron Prosor, Vertreter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutschen Bischofskonferenz, des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Deutschen Gewerkschaftsbunds sprechen. Auch Angehörige israelischer Geiseln sollen zu Wort kommen. Für die jüdischen Opfer des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel soll den Angaben zufolge ein Kaddisch, das Totengebet, gesprochen werden.

Als Vertreter der Parteien sind die SPD-Vorsitzende Saskia Esken, der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, CSU-Generalsekretär Martin Huber und der Linke-Vorsitzende Martin Schirdewan angekündigt. Für den Berliner Senat wird der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Rede halten, wie die Senatskanzlei bestätigte.

«Der Überfall der Hamas auf unschuldige Zivilisten am 7. Oktober war eine Zäsur in der Konfliktgeschichte des Nahen Ostens», sagte Beck. Für diesen Terrorangriff gebe es keine Rechtfertigung. «Wir sind erschüttert, dass in diesen Tagen Jüdinnen und Juden in Deutschland Angriffsziel von Hass, von Anschlägen, von Gewalttätigkeiten und Drohungen sind. Auch hier wollen wir zeigen: Wir stehen an der Seite der Jüdinnen und Juden.»

Die AfD ist nicht eingeladen: «Wir als Deutsch-Israelische Gesellschaft genau wie der Zentralrat der Juden arbeiten nur mit den demokratischen Parteien des Deutschen Bundestages zusammen», sagte Beck zur Erläuterung.

Als muslimische Organisation sei die «Alhambra Gesellschaft - Muslime für ein plurales Europa» eingeladen worden, aber kein größerer Islamverband. «Wir haben uns entschieden, angesichts der Äußerungen, die es aus islamischen Verbänden in den zwei letzten Wochen gab, diese nicht einzuladen», sagte Beck. «Die islamischen Verbände sind aufgefordert, aktiv Antisemitismus und Israelhass entgegenzutreten.» Viele Muslime in Deutschland hätten eine andere Haltung, als das von den großen Verbänden artikuliert werde, betonte Beck.

© dpa
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