Höchststand bei Investitionen in Schulbau in Berlin

Die Investitionen in den Schulbau in Berlin haben nach Senatsangaben einen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr flossen dafür rund 653 Millionen, wie die Berliner Bildungsverwaltung am Dienstag mitteilte. Die Ausgaben seien damit um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Seit dem Start der Berliner Schulbauoffensive 2016 habe man 21.840 neue Schulplätze schaffen können, sagte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).
Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. © Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild

«Das ist ein guter Erfolg, aber natürlich muss es da auch entsprechend weitergehen», betonte Giffey. Vor allem müsse sich der Senat dabei an den steigenden Zahlen von ukrainischen Schülerinnen und Schülern in Berlin orientieren. «Wir werden dort zusätzlich auch Schulplatzbedarfe haben.»

In einigen Berliner Bezirken gibt es bereits Klagen über fehlende Schulräume für ukrainische Kinder und Jugendliche. In Mitte seien vorerst die Raumkapazitäten in den Schulen ausgeschöpft, sagte Schulstadträtin Stefanie Remlinger (Grüne). Knapp 500 Kinder aus der Ukraine besuchen momentan den Unterricht im Bezirk, 27 Willkommensklassen wurden bislang dort eingerichtet.

Geplant sei nun, in der kommenden Woche drei der Willkommensklassen in einer Musikschule und zwei in einem Jugendclub zu unterrichten. Remlinger ging von 700 bis 1000 Kindern im Bezirk aus, die dort noch nicht zur Schule gingen und versorgt werden müssten.

Die Bildungsverwaltung habe den Bezirken gerade erst eine Checkliste zukommen lassen, welche öffentlichen Räume außerhalb von Schulen für ukrainischen Schüler in Frage kämen, teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung mit. Zudem sei man mit der Senatsfinanzverwaltung im Austausch über die Finanzierung des zusätzlichen Bedarfs.

Laut einem «Tagesspiegel»-Bericht gibt es ähnliche Probleme wie in Mitte auch in Pankow und Marzahn-Hellersdorf. Auch in Tempelhof-Schöneberg werden die Kapazitäten für die 196 ukrainischen Kinder knapp, wie eine Sprecherin mitteilte. Langfristig sei nur der Bau von neuen Schulen eine Lösung.

In Berlin gehen mittlerweile mehr als 3000 ukrainische Kinder und Jugendliche zur Schule. Es gebe 319 Bewerbungen als Lehrkraft für Willkommensklassen, die bereits geprüft wurden, sagte Giffey. Davon seien 72 eingestellt worden, 20 von ihnen hätten die ukrainische Staatsangehörigkeit.

© dpa
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