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Bezirksbürgermeisterin: Zaun um Görli ist «Symbolpolitik»

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg hat erneut die geplante nächtliche Schließung des Görlitzer Parks kritisiert. «Aus unserer Sicht ist das Symbolpolitik, die nicht dazu beitragen wird, die Situation vor Ort nachhaltig zu verbessern», sagte Clara Herrmann (Grüne) dem «Tagesspiegel» (Dienstag). Eine Schließung des Parks verdränge die Probleme wie Drogenkriminalität nur, «und zwar in die Hausflure und Hinterhöfe».
Görlitzer Park
Blick auf die Mauer des Görlitzer Parks. © Jörg Carstensen/dpa/Archivbild

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hatten nach einem sogenannten Sicherheitsgipfel angekündigt, die Mauer um den Park abzureißen und durch einen Zaun mit Eingangstoren zu ersetzen. Nachts können die Tore dann abgeschlossen werden. Die Debatte über Sicherheit in dem Park war erneut entbrannt, weil eine junge Frau im Juni von mehreren Männer vergewaltigt worden war.

«Mir liegt bis heute keine Planung vor, was sich der Regierende und die Innensenatorin genau vorstellen. Zu welchen Uhrzeiten soll der Park abgeschlossen werden? Wer soll das tun? Wie soll dafür gesorgt werden, dass die Leute, die sich zu dem Zeitpunkt noch in dem Park aufhalten, alle rauskommen?», sagte die Bezirksbürgermeisterin dem «Tagesspiegel». Auch die Frage, wo das Geld für den Zaun herkomme, sei offen.

Wegner sagte nach einer Senatssitzung auf Nachfrage dazu, dass Senat und Bezirk sich im Hinblick auf die Bekämpfung der Kriminalität in vielen Punkten einig seien. Es gebe ein gemeinsames Verständnis dafür, dass die Situation im «Görli» so nicht bleiben könne. Es gebe aber Uneinigkeit bei dem Zaun.

«Wir als Berliner Senat sind überzeugt, dass der Zaun richtig und wichtig ist», sagte Wegner. Ziel bleibe, mit Hilfe des Zauns den Park zu beruhigen und das Gelände attraktiver etwa für Familien zu machen. Über das genaue Verfahren werde beraten. Für die Grünflächen seien zunächst einmal die Bezirke zuständig. Klar sei für ihn aber auch, so Wegner, dass der Senat diese bei gesamtstädtischen Problemen nicht alleine lassen und sie finanziell unterstützen werde.

© dpa
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