Warnmeldungen erreichen Berliner: Verspätungen und Ausfälle

Seit langem war der zweite bundesweite Warntag zum Test der Systeme angekündigt. Vor zwei Jahren lief nicht alles glatt. Auch diesmal gingen manche Warnmeldungen gar nicht oder deutlich verspätet ein.
Eine Probewarnung, die über Cell Broadcasting versandt wurde, erscheint am bundesweiten Warntag als Push-Nachricht auf einem Smartphone. © Oliver Berg/dpa

Am deutschlandweiten Warntag haben auch in Berlin viele Menschen wie geplant über verschiedene Kanäle amtliche Probe-Warnmeldungen erhalten. Um 11.00 Uhr gingen am Donnerstag auf Handys die Gefahren-Warnungen ein, gleichzeitig wurden sie über Radio- und Fernsehsender veröffentlicht. Allerdings kamen bei vielen Nutzern die Meldungen gar nicht oder verspätet an, zum Teil erst gegen 11.30 Uhr oder nach 12.00 Uhr, wie sie berichteten. Die Entwarnung erfolgte um 11.45 Uhr, aber auch hier gab es Ausfälle und Verspätungen. Verantwortlich für den Warntag war das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bonn.

Auf zahlreichen Handys gingen erstmals auch Benachrichtigungen über das neue sogenannte Cell-Broadcast-System ein. Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen mussten die Nutzer dafür keine App installiert haben, um alarmiert zu werden. Das System funktioniert aber nur bei neueren Handys und entsprechenden Einstellungen.

Auch hier wurden viele Nutzer nicht erreicht. Ob das an fehlenden Einstellungen am Telefon oder anderen Problemen lag, stand zunächst nicht fest. Laut einer Ankündigung des Senats sollten mit diesem System etwa 60 Prozent der Handys Warnungen empfangen können. Im Twitter-Kanal des Bundesamtes gab es zahlreiche Kommentare zum Problem der richtigen Einstellungen an den Smartphones.

Bei der Warn-App Nina war zu lesen: «Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Nationale Warnzentrale 1 Bonn meldet: Bundesweiter Warntag 2022 - Probewarnung - Deutschland vom 08.12.2022 10.59.» Dazu der Hinweis: «Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung.»

Die Warnmeldungen waren zum Teil mit lauten Tönen verbunden. Passanten auf der Straße starrten gegen 11.00 Uhr alle gleichzeitig auf ihre Telefone. Sirenen waren in Berlin anders als in anderen Bundesländern nicht zu hören. Die Technik sei noch nicht einsatzbereit, zudem stünden erst sehr wenige der neu geplanten Sirenen zur Verfügung, hieß es.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) wollte beim bundesweiten Warntag testen, wie gut die technische Infrastruktur funktioniert.

Beim ersten bundesweiten Warntag vor zwei Jahren war einiges schief gelaufen. Unter anderem kam die Meldung der Warn-Apps Nina und Katwarn erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an. Wäre es tatsächlich ein Ernstfall gewesen, hätten viele Bürger nichts mitbekommen.

© dpa
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