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Berliner Wald weiter ungesund: Nur leichte Verbesserungen

Zu wenig Regen und Hitze setzen Berlins Waldbäumen seit Jahren zu. Hat sich die Waldgesundheit in diesem Jahr mit wieder etwas mehr Niederschlägen gebessert? Ein Bericht gibt Aufschluss darüber.
Wald
Ein Wald aus Laubbäumen. © Patrick Pleul/dpa/Symbolbild

Der Zustand des Berliner Waldes bleibt trotz leichter Verbesserungen kritisch. Das Niveau sei ähnlich schlecht wie in den Jahren 2019 bis 2021, teilte die Senatsumweltverwaltung am Mittwoch mit Blick auf den Waldzustandsbericht 2023 mit. Nur sechs Prozent der Waldbäume waren demnach gesund, das sind etwas mehr als im Vorjahr. 64 Prozent seien leicht und 30 Prozent deutlich geschädigt. Das kann zum Beispiel heißen, dass Bäume viele Nadeln oder Blätter verloren haben. «Die Trockenstress-Belastung der Wälder hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen», wird im Bericht betont. Im Vorjahr war ein «Rekordtief» verzeichnet worden.

Für den Report werden stets im Sommer stichprobenartig an rund 40 Orten die umstehenden Bäume untersucht. Besonders schlecht steht es demnach um Berlins wichtigsten Laubbaum, die Eiche: «In der diesjährigen Waldzustandserhebung konnte keine Eiche ohne Schäden aufgenommen werden», erklärte die Senatsumweltverwaltung. 2022 seien es immerhin noch fünf Prozent gewesen. Auf einem neuen Höchstwert ist außerdem die Rate abgestorbener Bäume: Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 0,41 Prozent mehr als verdreifacht auf 1,56 Prozent. Das sei ein Ergebnis der vielen Jahre mit zu wenig Regen. Auch hier sind insbesondere Eichen betroffen.

«Die klimatischen Bedingungen verändern sich zu schnell für eine natürliche Anpassung unserer Waldökosysteme», heißt es im Bericht. Frühjahr und Sommer 2023 hätten bis auf wenige Trockenphasen zwar durchschnittliche Niederschläge gebracht, das seit 2018 aufgebaute Defizit werde dadurch aber nicht ausgeglichen. Außerdem hätten die Durchschnittstemperaturen und die Sonnenscheindauer über dem langjährigen Mittel gelegen: Dadurch verdunste mehr Wasser, was sich auf den Bodenwasserspeicher auswirke. Weitere Absterbeerscheinungen seien die zu erwartende Folge.

«Die Vitalität der Berliner Waldbäume leidet weiterhin stark unter den Auswirkungen der Klimakrise», sagte Umweltsenatorin Manja Schreiner (CDU) laut einer Mitteilung. Um den Umbau hin zu klimastabilen Laubmischwäldern voranzutreiben, sollen in diesem Winter erneut in großer Zahl Laubbäumchen gepflanzt werden. Angekündigt sind rund 500.000 Stück - vorwiegend Traubeneichen, Buchen, Hainbuchen, Winterlinden, Ulmen und Ahorne.

© dpa
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