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Berliner Abgeordnetenhaus weitet Angebote für Schüler aus

So manche junge Menschen haben nichts am Hut mit Politik, kennen sich mit demokratischen Prozessen nicht aus. Das Abgeordnetenhaus arbeitet daran, dass sich daran etwas ändert.
Cornelia Seibeld
Cornelia Seibeld, Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses. © Soeren Stache/dpa/Archivbild

Das Berliner Abgeordnetenhaus will ein Projekt zur politischen Bildung von Schülern ausweiten. Nachdem ein Pilotvorhaben mit Zehntklässlern aus dem Bezirk Mitte vielversprechend verlief, lädt das Parlament nun schrittweise auch Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse aus Oberschulen anderer Bezirke zu einem Besuch ein. Das sagte Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld der Deutschen Presse-Agentur.

Die CDU-Politikerin hatte das Projekt nach ihrem Amtsantritt im März ins Leben gerufen. Besonders dabei ist, dass das Abgeordnetenhaus aktiv Oberschulen kontaktiert und Schüler einlädt. Bislang besuchten rund 150 Schülerinnen und Schüler aus Mitte in dem Rahmen das Landesparlament. Folgen sollen nun Zehntklässler aus Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow.

«Es ist manchmal gar nicht so einfach, Ansprechpartner in den Schulen zu finden, die das dann organisieren», schilderte Seibeld. «Wir bemühen uns, ein möglichst fertiges Paket für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen als niederschwelliges Angebot.» Das Programm bestehe in der Regel aus dem Besuch eines Parlamentsausschusses, einer Führung durch das Gebäude und einem Gespräch mit Abgeordneten, idealerweise aus allen Fraktionen.

Seibeld misst politischer Bildung und Kenntnissen über die Funktionsweise einer demokratischen Gesellschaft bei Kindern und Jugendlichen einen großen Stellenwert bei. «Es ist vor allem wichtig, die Vorteile von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat deutlich zum Ausdruck zu bringen», sagte sie.

«Sowohl der russische Angriff auf die Ukraine als auch der Terror der Hamas gegen Israel haben deutlich gemacht, dass Frieden und Freiheit nicht so selbstverständlich sind, wie wir in den letzten Jahrzehnten vielleicht geglaubt haben.» Beides müsse immer wieder neu verteidigt werden.

Vor diesem Hintergrund bietet das Abgeordnetenhaus noch eine Reihe anderer Projekte für Schülerinnen und Schüler an. «Mit dem Format «Perspektivwechsel - Abgeordnetenhaus im Dialog» sind wir auch an Schulen präsent», sagte Seibeld. «Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse können mit Abgeordneten aller Fraktionen auf Augenhöhe über die Themen diskutieren, die sie interessieren.»

Die Parlamentspräsidentin verwies zudem auf ein noch recht neues Projekt, genannt «Peer-Guides». «Erstmals wurden Schülerinnen und Schüler so qualifiziert, dass sie andere Schüler durch das Abgeordnetenhaus führen können», erläuterte sie. «Die Idee hinter dem Projekt ist, dass Peer-Guides besser in der Lage sind, Gleichaltrige auf Augenhöhe über die parlamentarische Demokratie zu informieren», so Seibeld. «Das ist noch mal eine ganz andere Möglichkeit, junge Menschen zu erreichen.»

© dpa
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