Wo saß der Stasi-Chef? Infotafeln am «Campus für Demokratie»

11.05.2022 Es war ein Ort der Repression - 40 Jahre lang organisierte die DDR-Staatssicherheit an der Ruschestraße in Berlin Lichtenberg die Bespitzelung der Bürger. Und ein Ort der Rebellion - 1990 stürmten Oppositionelle die Stasi-Zentrale und bewahrten Unterlagen vor der Zerstörung. Aber wo war eigentlich was auf diesem riesigen Gelände mit den grauen Plattenbauten? Wer tat was in der Stasi, wo saß der Chef? 21 neue Informationsstelen sollen den historischen Ort und seine Umgebung für Besucher leichter verstehbar machen. Am Mittwoch wurden sie der Öffentlichkeit übergeben.

Ein neues Leit-und Informationssystem wurde vom Projekt "Campus für Demokratie" vorgestellt. © Jens Kalaene/dpa

Dies ist Teil des Projekts «Campus für Demokratie», mit dem die ehemalige Stasi-Zentrale erhalten und entwickelt werden soll. «Insgesamt ist dieser Ort noch nicht das, was wir uns vorstellen als historischen Ort», sagte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) bei der Eröffnung des neuen Informations- und Leitsystems. Nun gelte es das frühere «Herz der Diktatur» zu einem Ort zu entwickeln, der auch jungen Leuten zeige, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei.

Auf dem Gelände sind bereits das Stasimuseum, eine Freiluftausstellung, das Stasi-Unterlagen-Archiv, das Archiv der DDR-Opposition und ein Besucherzentrum untergebracht. Sowohl die rot-grün-rote Koalition in Berlin als auch die Ampel im Bund haben vereinbart, die Entwicklung zum «Campus für Demokratie» voranzutreiben. Ein Konzept dafür soll jetzt entwickelt und Geld in öffentlichen Haushalten bereitgestellt werden.

Bis 2025 solle der Plan stehen und die Umsetzung begonnen sein, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Katrin Budde, Vorsitzende des Kulturausschusses. Der Kostenrahmen sei noch offen. Schon das neue Info- und Leitsystem hat zwei Jahre Planung und 438 000 Euro erfordert.

© dpa

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