Wenige Hochschulen stellen kostenlos Tampons und Binden

Erst die Minderheit der Hochschulen in Berlin stellt kostenlose Tampons und Binden zur Verfügung. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage aus der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor. So werden an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB) und an der Universitätsmedizin Berlin (Charité) Menstruationsartikel gratis bereitgestellt. Einige weitere Hochschulen prüfen oder planen nach Angaben der Wissenschaftsverwaltung entsprechende Pilotprojekte, etwa die Berliner Hochschule für Technik, die Hochschule für Technik und Wirtschaft, die Hochschule für Wirtschaft und Recht und die Technische Universität (TU).
Eine Menstruationstasse, Slipeinlagen und Tampons auf einem Tisch. © Annette Riedl/dpa/Archivbild

An den drei Charité-Standorten Mitte, Virchow-Klinikum und Benjamin-Franklin-Klinik sind in zehn verschiedenen Frauentoilettenräumen in Edelstahlspenderboxen Tampons und Binden frei verfügbar. Der geschätzte Jahresverbrauch liegt bei den in der Charité bereitgestellten Artikeln bei 1200 Packungen Tampons und 1000 Packungen Binden. In den Gebäuden der Zahnmedizin der Charité sollen künftig ebenfalls Menstruationsartikel bereitgestellt werden. An der KHB werden punktuell in Unisex-Toiletten Binden und Tampons bereitgestellt. Eine Ausweitung wird den Angaben zufolge geprüft.

An der Freien Universität (FU) werden keine kostenlosen Menstruationsartikel zur Verfügung gestellt. An der Humboldt-Universität (HU) wurden im Rahmen eines Pilotvorhabens an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Mai zwei Spender für Menstruationsartikel installiert. An der TU ist ein Pilotprojekt für das Wintersemester 2022/23 geplant, bei dem der Bedarf ermittelt werden soll. In der Pilotphase soll sich das Angebot auf Tampons beschränken.

Ein Konzept zur Bereitstellung von kostenfreien Menstruationsartikeln wird an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) erarbeitet. Und beim Asta, dem Allgemeinen Studierendenausschuss, der Berliner Hochschule für Technik (BHT) soll im Rahmen eines Pilotprojektes ein für alle Hochschulmitglieder zugänglicher Spender für kostenlose Menstruationsprodukte aufgestellt werden.

© dpa
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