Evakuierung abgeschlossen: Sprengmeister können beginnen

In Berlin-Moabit ist eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Sprengmeister bereiten sich auf ihren Einsatz vor. Die Polizei rechnet für den Nachmittag mit der kontrollierten Zündung der Bombe.
„Evakuierungsbus“ steht auf dem Display eines Busses in Berlin-Moabit. © Annette Riedl/dpa

Die Evakuierung des Sperrkreises rund um eine amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Berlin-Moabit ist abgeschlossen. «Wir sind jetzt fertig. Der Bereich ist so weit sicher», sagte ein Sprecher der Berliner Polizei der Deutschen Presse-Agentur am frühen Montagnachmittag. «Unsere Sprengmeister arbeiten jetzt an der Bombe, ziehen die Entlastungsgräben und befüllen die Wasserkissen, so dass wir die Sprengung nachher kontrolliert in den Boden leiten können.» Das nehme noch einige Zeit in Anspruch.

Die Bombe wurde bei Bauarbeiten an der Sickingenstraße westlich der Beusselstraße gefunden. Der Sperrkreis, den alle Anwohner verlassen müssen, hat einen Radius von 500 Metern um den Fundort. Den Angaben zufolge sind rund 9000 Menschen betroffen, die dort wohnen oder arbeiten. In der Gegend gibt es auch zahlreiche Büros und Gewerbebetriebe.

Rund um die 50-Kilogramm-Bombe sollen mit 60.000 Liter Wasser befüllte Kissen platziert werden. Auf diese Weise lasse sich die Sprengwirkung der Bombe abschwächen, sagte der Polizeisprecher. Die kontrollierte Zündung der Weltkriegsbombe wird für den Nachmittag erwartet. Weil die Zünder der Bombe beschädigt seien, könnten sie nicht wie üblich entfernt werden, um die Bombe anschließend abzutransportieren. In diesem Fall solle sie am Fundort kontrolliert gezündet werden.

Die Bombe wurde bei Bauarbeiten an der Sickingenstraße westlich der Beusselstraße gefunden. Der Sperrkreis, den alle Anwohner verlassen müssen, hat einen Radius von 500 Metern um den Fundort. Den Angaben zufolge sind rund 9000 Menschen betroffen, die dort wohnen oder arbeiten. In der Gegend gibt es auch zahlreiche Büros und Gewerbebetriebe.

Erschwerend kam hinzu, dass auch zahlreiche ältere und in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkte Menschen den Sperrkreis verlassen mussten. Für die Koordination der Krankentransporte war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) zuständig, beteiligt waren aber auch andere Hilfsorganisationen wie die Johanniter Unfallhilfe. Die Krankentransporte seien seit 8.00 Uhr im Dauerbetrieb gefahren, sagte sagte der Katastrophenschutzbeauftragte des Bezirks Mitte, Konstantin Keesmann.

Außerdem seien zwei Shuttle-Busse für Menschen zum Einsatz gekommen, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen und deshalb eine Alternativunterkunft brauchen. Die Busse starteten an zwei Sammelpunkten unter anderem in der Sickingenstraße und waren Keesmann zufolge am Montagmorgen ebenfalls im Dauereinsatz.

Auswirkungen gab es auch für den Hauptstadtverkehr: Die Berliner Verkehrszentrale teilte am Montagmorgen auf Twitter mit, der S-Bahnverkehr der S41 und S42 sei ab 11.00 Uhr zwischen den Haltestellen Beusselstraße und Westend eingestellt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wiesen am Montag außerdem darauf hin, dass auch die drei Buslinien M27, 106 und 123 betroffen seien. Die M27 wird den Angaben zufolge zwischen den Haltestellen Rathaus Tiergarten und Goslarer Platz in beiden Richtungen umgeleitet. Die Linien 106 und 123 könnten auf ihren gewohnten Strecken fahren, hielten jedoch nicht an der Haltestelle Wittstocker Straße.

© dpa
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