Feuerwehr erhält zusätzliche Rettungswagen nebst Personal

29.06.2022 Der unter Personalmangel darbende und überlastete Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr bekommt Unterstützung. Wie die Innenverwaltung am Mittwoch mitteilte, stellen Hilfsorganisationen der Feuerwehr fünf weitere Rettungswagen inklusive Personal zur Verfügung. Der erste Rettungswagen vom Arbeiter-Samariter-Bund wird demnach an diesem Freitag (1. Juli) in den Dienst genommen. Die übrigen sollen vier sollen bis Ende des Jahres folgen.

Ein Feuerwehrmann mit Helm und Maske. © Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild

Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Landesbranddirektor Karsten Homrighausen vereinbarten zudem zu prüfen, inwiefern Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, die derzeit in anderen Bereichen wie der Verwaltung tätig sind, zeitweise wieder im Rettungsdienst eingesetzt werden können. Erklärtes Ziel der beiden ist es auch, Fälle zu reduzieren, bei denen Rettungswagen von Krankenhäusern abgewiesen werden und damit länger als nötig belegt sind. Dazu soll unter anderem die Vernetzung von Krankenhäusern und Rettungsdiensten verbessert werden.

Geplant ist außerdem eine Informationskampagne zur Frage, wann die Menschen die Notrufnummer 112 wählen sollen. Denn viele wählen bei vergleichsweise geringen Beschwerden den Notruf 112. Die Fahrzeuge nebst Besatzungen, die dorthin fahren, fehlen dann andernorts.

Theoretisch sind bei der Berliner Feuerwehr nach eigenen Angaben tagsüber etwa 140 und nachts etwa 100 Rettungsdienstfahrzeuge im Einsatz. Praktisch sind es oft aber wegen Personalmangels deutlich weniger. Daher mussten die Feuerwehr in diesem Jahr bereits etwa 170-mal den Ausnahmezustand Rettungsdienst ausrufen.

«Für viele Menschen in Not ist der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr quasi der letzte Rettungsanker», stellte Spranger fest. «Wenn andere Lösungen nicht erreichbar sind oder schlicht nicht genutzt werden, trifft es den Rettungsdienst. Die Situation nachhaltig zu verbessern, ist eine Mammutaufgabe.»

Spranger weiter: «Ich appelliere an alle Menschen in Berlin, mit der Notrufnummer 112 gewissenhaft umzugehen. Diese ist im Wesentlichen für die Fälle mit einer unmittelbaren Lebensgefahr vorbehalten. Wenn sie akute Beschwerden haben, aber ihr Arzt oder ihre Ärztin nicht erreichbar ist, wenden sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Diesen erreichen sie unter der Telefonnummer 116117.»

© dpa

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