Bombensprengung nach Feuer: Autobahn und Bahn gesperrt

Bei dem Brand auf dem Sprengplatz der Berliner Polizei flog zwar jede Menge Feuerwerk und Munition in die Luft, aber nicht alle Bomben explodierten. Nun sollen vier von ihnen kontrolliert gesprengt werden.
Ein Hubschrauber der Bundespolizei wirft Wasser über der Brandstelle im Grunewald ab. © Britta Pedersen/dpa

Knapp drei Wochen nach dem großen Brand auf dem Sprenggelände im Berliner Grunewald sollen dort vier große Bomben gesprengt werden. Die Autobahn (Avus) zwischen Funkturm und Zehlendorf sowie die parallele Bahnstrecke werden daher am Mittwoch vom frühen Morgen bis nachmittags gesperrt. Das kündigte die Polizei am Dienstag an.

Laut Polizei geht es um eine «Notfallsprengung» der «nicht mehr handhabungssicheren Bomben». Die Sprengung ist für 13.00 Uhr geplant. Die Vorbereitungen sollen um 6.00 Uhr beginnen. Dafür muss die aktuelle Sicherheitszone rund um den Sprengplatz im Wald vergrößert werden. Die Sperrung der Bahnstrecke für Regional- und Fernverkehr soll bis 16.00 Uhr dauern. Die S-Bahn forderte Fahrgäste der Linie S7 auf, andere Linien wie die S1 zu benutzen. Einen Schienenersatzverkehr mit Bussen gibt es nicht.

Die Polizei lagerte auf dem Gelände Bomben-Blindgänger, Granaten und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sowie illegales Feuerwerk. Üblicherweise wurden die Explosivstoffe im Frühjahr und im Herbst gesprengt. In der Nacht zum 4. August brach auf dem Sprengplatz ein Feuer aus. Ob es sich um Brandstiftung handelte, ist bisher nicht geklärt.

Es gab zahlreiche Explosionen. Das Feuer breitete sich in den umliegenden Wald aus. Tagelang bekämpfte die Feuerwehr den Brand wegen der umhergeschleuderten Munitionsreste nur aus der Distanz. Bekannt wurde, dass unter anderem mehrere gelagerte Bomben aus dem Krieg mit einem Gewicht von je 250 Kilogramm aus ihren Halterungen gerissen worden waren. Sie explodierten nicht, wurden aber durch das Feuer sehr heiß.

© dpa
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