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Bedarf an Kältehilfe für Obdachlose steigt

Menschen ohne Obdach sind wegen der derzeitigen Minusgrade besonders stark auf Hilfe angewiesen. Das berichten die Berliner Stadtmission und das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die täglich mit Kälte- und Wärmebussen zu Obdachlosen fahren. «Die extreme Kälte macht das Überleben auf der Straße in diesen Tagen noch schwerer. Das spüren wir, wenn wir vor Ort sind», sagt Karsten Hintzmann, Sprecher des DRK-Landesverbandes Berlin.
Obdachlose
Eine obdachlose Frau schiebt ihr Hab und Gut in einem Einkaufswagen. © Arne Dedert/dpa

Die Zahl der Anrufe beim Kältebus habe sich nach dem Kälteeinbruch von durchschnittlich 50 pro Nacht mehr als verdoppelt, sagt Barbara Breuer, Sprecherin der Stadtmission. In der Nacht von Freitag zu Samstag hätten sich beispielsweise 115 Anrufer gemeldet.

An Passanten, die Hilfe rufen wollen, appellierte Breuer, die Bedürftigen vorher zu fragen, ob sie den Kältebus wünschen und was genau sie brauchen. «Nichts ist schlimmer, als wenn ein Kältebus durch die halbe Stadt zu jemandem fährt, der das gar nicht möchte. Vor allem wenn in dieser Zeit am anderen Ende der Stadt jemand dringend auf den Kältebus wartet oder zu erfrieren droht», so die Sprecherin.

Die Kältebus-Mitarbeiter der Berliner Stadtmission sind von November bis März täglich von 20.00 bis 2.00 Uhr im Einsatz, der Wärmebus des DRK fährt jeweils von 18.00 bis 24.00 Uhr. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen mit Dauerfrost. In der Nacht zum Dienstag und am Dienstagmorgen können die Tiefstwerte demnach bis zu minus 13 Grad erreichen.

«Wir haben immer heißen Zitronentee an Bord, bei Bedarf etwas Winterbekleidung, Schlafsäcke und Isomatten», sagt Hintzmann. Der Bedarf an Kleidung, Stiefeln, Schlafsäcken und Isomatten steige momentan. Wichtig sei vielen Betroffenen auch der Kontakt zu den Ehrenamtlichen. Ein Gespräch auf Augenhöhe helfe vielen in ihrer schwierigen Situation sehr.

«Wir bieten den Menschen, die wir auf der Straße antreffen, stets an, sie in eine Notunterkunft zu fahren. Einige Menschen nehmen dieses Angebot an, andere lehnen es jedoch auch ab», so Hintzmann.

Laut Sozialverwaltung stehen momentan durchschnittlich 1181 Notübernachtungsplätze der Kältehilfe pro Nacht zur Verfügung. «Es gilt weiterhin das Motto: Wer ein Bett braucht, bekommt auch eins», erklärt Sprecher Stefan Strauß.

Die Stadtmission betreibt drei Einrichtungen mit fast 300 Notübernachtungsplätzen. Diese waren laut Barbara Breuer in den vergangenen Nächten voll belegt.

© dpa
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