Erhöhter Krankenstand: Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr

Viele Lokführer in Berlin sind krank. Das hat Folgen für den die Zahl der S-Bahn-Züge, die im Einsatz sind. Auf mehreren Linien gibt es Einschränkungen.
Eine S-Bahn der Linie S7. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Wegen vieler Krankheitsfälle bei den Lokführern schränkt die S-Bahn in Berlin ihr Angebot ein. Von Montag an müssen sich Fahrgäste bis Mittwoch, 21. Dezember, auf den Linien S1, S3 und S5 auf weniger S-Bahn-Züge einstellen. Dort entfallen die zusätzlichen Verstärkerfahrten, die sonst montags bis freitags während der Hauptverkehrszeiten die Kapazitäten erhöhen, wie die S-Bahn Berlin am Samstag auf Twitter mitteilte. Betroffen sind Züge der S1 zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz, der S3 Express zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof sowie die S5 zwischen Mahlsdorf und Ostbahnhof.

Bereits für Sonntag sind alle Fahrten der Linien S26 und S85 gestrichen worden. S-Bahnreisende sollten stattdessen für die Linie 26 zwischen Teltow Stadt und Potsdamer Platz die S25 benutzen. Für die S85 gab die S-Bahn die Empfehlung, zwischen Grünau und Ostkreuz auf die Züge der Linie S8 auszuweichen.

Am Sonntag teilte die S-Bahn außerdem mit, dass es es am zweiten Advent auch auf Ringbahnlinien S41 und S42 Einschränkungen gebe. Dort seien die Züge der S41 und S42 ganztägig im 10-Minuten-Takt unterwegs, die sonst üblichen zusätzlichen Fahrten fallen aus.

Probleme mit erhöhtem Krankenstand gibt es auch bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Die BVG kündigte bereits Ende August an, aufgrund von Personalengpässen auf zahlreichen Buslinien weniger Fahrzeuge einzusetzen.

Der verkehrspolitischer Sprecher der Berliner FDP-Fraktion, Felix Reifschneider, sieht das kritisch: «Die Einschränkungen im S-Bahnverkehr treffen die Berlinerinnen und Berliner in einer Zeit, in der sie am meisten auf einen verlässlichen ÖPNV angewiesen sind», teilte er am Sonntag mit. «Dass im Winter die Krankenstände steigen, war absehbar. Umso unverständlicher ist, dass die S-Bahn ihren Fahrplan ausdünnt und die BVG immer noch nicht angeben kann, wann sie zum Normalbetrieb zurückkehrt.» Wer die Verkehrswende politisch wolle, müsse für einen verlässlichen ÖPNV sorgen.

© dpa
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