Kunstpreis geht an Wim Wenders und Ai Weiwei

Der Praemium Imperiale zählt zu den wichtigsten Kulturpreisen der Welt. Diesmal wird auch der deutsche Regisseur Wim Wenders ausgezeichnet. Als Beraterin rückt eine Frau nach, die lange die US-Politik mitbestimmt hat.
Ai Weiwei, Künstler und Menschenrechtsaktivist, steht auf der Fraktionsebene des Bundestags. © Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Regisseur Wim Wenders wird mit dem Kulturpreis Praemium Imperiale ausgezeichnet. Zu den diesjährigen Preisträgern gehören auch der chinesische Künstler Ai Weiwei, der italienische Maler Giulio Paolini, der aus Polen stammende Pianist Krystian Zimerman und das japanische Architekturbüro SANAA. Das gaben die Organisatoren am Donnerstag in Berlin bekannt.

Der Praemium Imperiale wird jährlich von der Japan Art Association verliehen. Die Auszeichnung ist mit jeweils umgerechnet rund 110.000 Euro dotiert. Sie wird seit 1989 auf Anregung des japanischen Kaiserhauses in Andenken an Prinz Takamatsu (1905-1987) vergeben.

Wenders hat Filme wie «Paris, Texas», «Buena Vista Social Club» und «Der Himmel über Berlin» gedreht. Er sei in den 1970er Jahren als einer der Pioniere des Neuen Deutschen Films international bekannt geworden und zähle zu den wichtigsten Vertretern des zeitgenössischen Kinos. Die Japan Art Association würdigte nicht nur seine Spiel- und Dokumentarfilme, sondern auch seine Fotoausstellungen, Monografien, Filmbücher und Essaysammlungen.

Es eine ganz besondere Auszeichnung, sagte Wenders der Deutschen Presse-Agentur. «Von einem Land, mit dem ich sehr verbunden bin.» Nicht zuletzt sei Filmemacher Yasujiro Ozu sein erklärter großer Meister. Wenders sagte auch, er habe selbst viel in Japan gelebt und gearbeitet. Er fühle sich dort sehr zuhause.

Die Auszeichnungen sollen im Oktober in Tokio verliehen werden. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern aus früheren Jahren gehören etwa Fotografin Cindy Sherman, Bildhauerin Rebecca Horn, Architekt David Chipperfield und Schauspielerin Catherine Deneuve.

Der Nachwuchspreis geht in diesem Jahr an die deutsche Kronberg Academy. Die Akademie mit Sitz im Taunus biete außergewöhnlich begabten Nachwuchsmusikern und Solisten aus der ganzen Welt eine hochkarätige Zusatzausbildung, hieß es in der Mitteilung. Die Auszeichnung ist mit umgerechnet rund 38.000 Euro dotiert.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton soll künftig mitgestalten, wer den renommierten Praemium Imperiale bekommt. Die 74-Jährige wird eine der internationalen Beraterinnen und Berater, die der Japan Art Association jährlich Kandidaten vorschlagen. Vergeben wird der Praemium Imperiale in den Kategorien Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Theater/Film.

© dpa
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