Verzögerung im Prozess um Berliner Clan-Villa

Im Prozess um die beschlagnahmte Villa eines bekannten arabischstämmigen Clans im Berliner Stadtteil Buckow kommt es zu Verzögerungen. Die Vernehmung weiterer Zeugen vor dem Amtsgericht Neukölln wird voraussichtlich erst im Februar 2023 erfolgen, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. Ursprünglich sollte der Prozess am 13. September fortgesetzt werden. In dem Streit geht es um eine Räumungsklage des Bezirks Neukölln. Dieser hatte das Mietverhältnis gekündigt.
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Nachdem die Familie die Villa nicht wie gefordert bis Ende Oktober 2021 freiwillig geräumt hatte, zog der Bezirk vor Gericht. Vergleichsverhandlungen hatten beide Seiten für gescheitert erklärt.

Haus und Grundstück gehören dem Land Berlin, der Bezirk Neukölln ist als Kommune dafür zuständig. Das Objekt zählt zu 77 Immobilien, die die Berliner Staatsanwaltschaft 2018 beschlagnahmt hatte. Diese wurden nach Überzeugung der Behörde nicht mit legalem Geld gekauft. Im Fall der Villa in Buckow liegt dazu eine rechtskräftige Entscheidung vor. An der Gültigkeit des Mietvertrages hatte sich durch den Eigentümerwechsel zunächst nichts geändert. Inzwischen sieht der Bezirk das Vertrauensverhältnis jedoch als gestört an.

© dpa
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