Start in die Apfelsaison: Obstbauern erwarten reiche Ernte

Trotz großer Trockenheit und Hitze in diesem Sommer hängen an den Apfelbäumen deutlich mehr Früchte als in den Vorjahren. Doch der Klimawandel und auch der russische Angriffskrieg stellen die Obstbauern vor große Herausforderungen.
Äpfel der Sorte Elstar schwimmen im Großmarkt. © Felix Kästle/dpa

Pünktlich zum meteorologischen Herbstbeginn hat der Gartenbauverband in Brandenburg die Apfelsaison gestartet. In diesem Jahr erwarten die Obstbauern nach einer ersten Prognose mit einer Gesamtmenge von 24 100 Tonnen eine vergleichsweise gute Apfelernte. Im vergangenen Jahr wurden 22.230 Tonnen von den Bäumen geholt. «Voraussichtlich wird die Erntemenge noch deutlich über die erste Prognose hinaus steigen», sagte Verbandssprecherin Sylvia Schießer am Donnerstag. Die Bedingungen seien in diesem Jahr sehr gut gewesen. So habe es nur geringe Frostschäden in der Blüte gegeben.

Die Erträge bei Äpfeln schwanken je nach Witterung stark: So wurden im Jahr 2020 insgesamt 24.565 Tonnen Äpfel gepflückt. Im Jahr 2019 waren es nach langen Frostperioden im Frühjahr und anschließender Trockenheit sowie Hitze nur knapp 14.900 Tonnen.

Schießer erklärte, die Obstbauern könnten in diesem Jahr durch Exporte von Äpfeln aus Polen unter Druck geraten. Denn wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine würden die Äpfel aus Polen nicht an Russland verkauft. Schießer appellierte an die Verbraucher, Äpfel aus der Region zu kaufen, um den heimischen Gartenbau zu unterstützen.

Auch der Klimawandel stelle den Apfel- und Obstanbau aktuell und langfristig vor hohe Herausforderungen, hieß es beim Verband. Durch verfrühten Austrieb der Bäume komme es häufiger zu Spätfrostschäden und damit zu Ernteausfällen. Hinzu kämen extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Hagel, Hitze und Dürre. Wegen der geringen Niederschläge müssten effiziente Lösungen für die Wasserversorgung gefunden werden. Zudem könnten sich unter diesen Bedingungen Schädlinge vermehren und invasive Arten neu etablieren.

Die Anbaufläche von Äpfeln im Land wurde 2022 gegenüber dem Vorjahr um 62 Hektar auf 817 Hektar verringert. Die beliebteste Apfelsorte ist laut Verband weiterhin Elstar.

© dpa
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