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Zu wenige Kita-Plätze in Bayern: Elf Prozent unversorgt

Sie wollen wieder arbeiten, können aber nicht: Zahlreiche Eltern finden keinen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind. Eine Studie zeigt, wie erschreckend groß der Anteil der Betroffenen ist. Ministerin Scharf verspricht Abhilfe - doch der Zeithorizont ist lang.
Kita
Jacken und Rucksäcke hängen in einer Kita im Flur. © Caroline Seidel/dpa/Symbolbild

Trotz des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz kommen einer Studie zufolge in Bayern fast elf Prozent der Kinder unter drei Jahren nicht wie gewünscht in einer Krippe oder bei Tageseltern unter. «Obwohl das Problem seit vielen Jahren bekannt ist und Eltern seit nunmehr zehn Jahren einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben, ist die Situation nach wie vor prekär», bilanzierte Studienautor Wido Geis-Thöne vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln am Freitag.

Berechnungen auf Basis neuer Daten des Statistischen Bundesamtes und des Bundesfamilienministeriums zeigten, dass zuletzt in Bayern 10,6 Prozent der Kinder unter drei Jahren keinen Betreuungsplatz bekommen haben, obwohl deren Eltern einen suchten. Dabei sind bayerische Eltern ohnehin bundesweit am zurückhaltendsten, was den Wunsch nach einer Fremdbetreuung im Kleinkindalter anbelangt: Nur 42,4 Prozent wollen für ihren Nachwuchs eine institutionelle Betreuung.

Entsprechend wenige Kleinkinder werden im Freistaat denn auch tatsächlich in Kindertagesstätten oder von Tageseltern betreut: Knapp ein Drittel sind es bei den Einjährigen, fast 60 Prozent bei den Zweijährigen. Niedrigere Werte weisen bei den Jüngsten nur noch vier, bei den Zweijährigen gar nur drei weitere Bundesländer auf.

Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) teilte mit, ihr sei der stetig wachsende Bedarf an Plätzen wie Personal bewusst. Sie versprach: «Bis zum Ende des Jahrzehnts schaffen wir ausreichend Betreuungsplätze für unsere Kinder und stellen eine hochwertige pädagogische Betreuung durch qualifiziertes Personal in unseren Kitas sicher!»

Die Kitalücke auf absehbare Zeit zu schließen, erscheine eher unwahrscheinlich, heißt es hingegen in der Studie. Der Fachkräftemangel belaste weiter viele Kitas. Zwar gab es bundesweit gesehen zuletzt einen Geburtenrückgang, der zu einer langsamen Entspannung führen könnte. Doch dies gelte nicht für Regionen, in die viele Familien zuzögen. Auch könnte die Zahl der Kinder durch die derzeit sehr starke Zuwanderung wieder ansteigen. «Die Politik muss dringend nachsteuern, den Erzieherberuf attraktiver machen und konsequent Kitas ausbauen», forderte Geis-Thöne deshalb.

In Bayern arbeiteten in den 10.600 Kitas im vergangenen Jahr mehr als 114.000 Beschäftigte. 2011 waren es noch rund 63.900 Fach- und Ergänzungskräfte gewesen.

© dpa
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