Fußball-WM für Einzelhändler ein lahmes Geschäft

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist für den bayerischen Einzelhandel heuer keine Steilvorlage: «Da ist eher tote Hose», sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, am Dienstag in München. Beim deutschen «Sommermärchen», der Heim-WM 2006, habe der bayerische Handel fast 500 Millionen Euro Umsatz zusätzlich gemacht. «Davon sind wir jetzt Lichtjahre entfernt», sagte der HBE-Sprecher: «Das Deutschland-Trikot ist ein Ladenhüter», die Nachfrage nach dem WM-Ball und ähnlichen Artikeln sei ganz schwach, und «auch der sonst vor jeder WM gut laufende Verkauf von TV-Geräten ist eher schleppend».
Sticker zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar auf einem Sammelalbum des Panini-Verlags. © Marijan Murat/dpa

Die WM in dem arabischen Land beginnt am kommenden Sonntag, das Finale findet am 18. Dezember statt. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft betonte, arbeitsrechtlich gälten dieselben Regeln wie sonst auch: «Die Beschäftigten haben keinen Anspruch, die Spiele während der Arbeitszeit zu verfolgen. Es liegt im Ermessen des Arbeitgebers, ob er für die WM gesonderte Regelungen treffen will», sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Dienstag.

© dpa
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