Sturm und Schnee in Bayern: «Ziemlich komplexe Wetterlage»

07.04.2022 Die nächsten Tage werden ungemütlich im Freistaat. Vielerorts wird es nicht nur stürmen und regnen, sondern auch schneien. Doch der Frühling kehrt bald zurück: Nächste Woche wird es sonnig und mild.

Dunkle Wolken ziehen am Himmel über Neunburg vorm Wald auf. © Armin Weigel/dpa

Stürmisch, wechselhaft und kalt präsentiert sich das Wetter im Freistaat in diesen Tagen - doch Besserung ist in Sicht: Ab nächster Woche kehrt der Frühling zurück. Doch bis dahin pfeift so manche Sturmböe über Hausdächer und durch Bäume, es regnet verbreitet, und selbst im Flachland wird es mancherorts schneien.

Schon am Donnerstag bestimmte ein kräftiges Tiefdrucksystem das Wetter im Freistaat, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erläuterte. Die dazugehörige Kaltfront sollte am Nachmittag hereinziehen und in der Nacht die Alpen erreichen. «Das ist ein schmaler, sehr intensiver Streifen, da ist auf jeden Fall punktuell Starkregen mit dabei, auch vereinzelte Gewitter sind nicht auszuschließen.» Regnen wird es der Prognose zufolge nahezu überall, für das Allgäu wurde gar eine Starkregenwarnung herausgegeben.

Die Kaltfront könne zudem schwere Sturmböen mit um die 100 Kilometer pro Stunde selbst im Flachland mit sich bringen, hieß es. Im Bergland sind orkanartige Böen, auf höheren Alpengipfeln gar Orkanböen wahrscheinlich.

Wenn die Kaltfront durchgezogen ist, flaut der Sturm zwar ab, doch einzelne Böen können immer noch stark sein. Und schon wenige Stunden später zieht von Frankreich her das nächste Tiefdrucksystem heran. «Das wird uns dann am Freitag erneut beschäftigen mit recht unbeständigem Wetter und zum Teil auch längeren und kräftigeren Regenfällen», erläuterte der DWD-Experte.

Je nach Region und Höhenlage wird es nicht bei Regen bleiben: «Das gibt dann auch Schnee, Schneeregen und Graupelschauer, im Bergland wird Schnee fallen.» Der Meteorologe bilanzierte: «Das ist eine ziemlich komplexe Wetterlage.»

«Samstag und Sonntag sind dann typische Rückseitenwetter mit hier und da kurzen sonnigen Abschnitten, sonst aber auch einzelnen Schneeregen und Graupelschauern.» Die Temperaturen liegen am Freitag bei 7 Grad im bayerischen Vogtland und zweistelligen Werten in Südbayern. Am Samstag werden fünf bis zehn Grad erreicht, am wärmsten wird es dabei am Untermain. In der Nacht zu Sonntag ist bayernweit verbreitet mit leichtem Frost zu rechnen.

Obwohl in den Mittelgebirgen bis zu 15, in den Alpen in höheren Lagen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen sollen, dürfte vieles bald wieder wegschmelzen: «Am Montag wird es mit Hochdruckeinfluss spürbar milder, die Temperaturen steigen wieder auf zweistellige Werte», kündigte der Wetterexperte an. «Zwischen 11 und 16 Grad sind da drin.» Richtig frühlingshaft sollen dann der Dienstag und der Mittwoch mit viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad werden.

© dpa

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