Gewitter in Bayern: Warnung vor Erdrutschen und Sturzfluten

Herbststimmung statt Sommerbrise: In einigen Teilen Bayerns ist der Start ins Wochenende ungemütlich. Mancherorts drohen sogar Sturzfluten und Erdrutsche.
Wolken ziehen im Mangfallgebirge über die Kirche von Wilparting auf. © Uwe Lein/dpa

Dauerregen und schwere Gewitter könnten in einigen Teilen Bayerns in der Nacht auf Samstag für Probleme sorgen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat vor Sturzfluten und Erdrutschen gewarnt. Vor allem am Alpenrand wurden heftige Unwetter mit Starkregen erwartet - bis zu 80 Liter pro Quadratmeter seien innerhalb weniger Stunden möglich. Bis Samstagmorgen rechneten Meteorologen mit Dauerregen, vereinzelt begleitet von stürmischen Böen bis zu 70 Kilometern pro Stunde. Bis zum Freitagabend war die Wetterlage jedoch noch verhältnismäßig ruhig.

Die Autobahnpolizei Günzburg meldete mehrere Aquaplaning-Unfälle mit insgesamt vier Verletzten und etwa 200.000 Euro Sachschaden. Auf den Autobahnen A7, A8 und B28 bei Senden, Neu-Ulm, Burgau, Leipheim und Günzburg habe es Aquaplaning gegeben, «mehrfach verloren Verkehrsteilnehmer die Kontrolle über ihre Fahrzeuge», teilte die Polizei mit.

Lokal seien Niederschläge bis zu 140 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden möglich, warnte der DWD. Insbesondere in Alpennähe sollten Murenabgänge «im Auge» behalten werden. Da der Regen bis Freitagmittag eher gemäßigt ausfiel, könnten die sonst trockenen Böden aber zumindest etwas mehr Feuchtigkeit aufnehmen.

In Österreich waren bei einem Unwetter fünf Menschen ums Leben gekommen. Wie das bayerische Innenministerium am Freitag mitteilte, wurden die Regierungen sowie die unteren Katastrophenschutzbehörden anlässlich der Warnungen für Bayern «sensibilisiert». Die Wasserwirtschaftsämter stuften demnach aber die Gefahren trotz uneinheitlicher Wetterprognosen und lokal nicht genau vorhersehbarer Niederschlagsmengen nicht als besorgniserregend ein.

Auch der DWD konnte die Entwicklung zunächst kaum vorhersagen. «Die Modelle sind sich nicht einig», sagte ein Meteorologe. Der meiste Niederschlag sollte im Raum Allgäu, Oberpfalz und eventuell Mittelfranken fallen und den Höhepunkt gegen Freitagnachmittag erreichen.

Wegen einer Hochwasserwarnung für München wurde am Freitag vom Baden in und Bootsfahrten auf der Isar abgeraten. Es könnte eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben bestehen, wie das Referat für Klima- und Umweltschutz mitteilte. Bei erkennbar hohem Wasserstand, starker Strömung oder sobald das Wasser trüb sei sollte die Isar nicht mit Booten befahren werden.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen war Prognosen zufolge an der Loisach das Erreichen der Meldestufe 2 wahrscheinlich. Insbesondere an den kleineren Gewässern könne es dem Hochwassernachrichtendienst zufolge innerhalb kurzer Zeit zu stark ansteigenden Wasserständen kommen.

Von Samstagvormittag an rechnete der DWD mit weniger Regen. Bis Sonntagnacht soll sich das Tiefdruckgebiet Richtung Tschechien und Österreich bewegen, so dass dann nur noch einzelne Schauer und Gewitter erwartet wurden. Zu Wochenbeginn soll es nur noch gelegentlich regnen, von Dienstag an wieder wärmer und trockener werden.

Am Bodensee zeigten die Regenfälle erste Wirkung: Der aufgrund des Niedrigwassers eingeschränkte Kursverkehr der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) werde von Samstag wieder ausgeweitet.

© dpa
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