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Vor Gast Hrubesch: Bayern-Fußballerinnen schlagen Wolfsburg

Tore und Emotionen bietet das Bundesliga-Topspiel der Fußballerinnen. Der lange dominante FC Bayern rettet seinen Sieg gegen den VfL Wolfsburg am Ende über die Zeit.
Bayern München - VfL Wolfsburg
Bayerns Magdalena Eriksson gestikuliert im Spiel. © Angelika Warmuth/dpa

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben mit einem Sieg im Bundesligatopspiel gegen den VfL Wolfsburg die Tabellenführung erobert. Die Mannschaft des norwegischen Trainers Alexander Straus musste trotz drückender Überlegenheit in den ersten 45 Minuten beim 2:1 (2:0) am Sonntag aber bis zum Ende um den Dreier zittern.

Vor den Augen von Interimsbundestrainer Horst Hrubesch schossen Linda Dallmann in der 29. Minute und Klara Bühl (37.) den Meister aus München komfortabel in Führung. Wie aus dem Nichts fiel auf dem mit 4347 Zuschauern ausverkauften Campus des FC Bayern der Anschluss durch Lena Oberdorf (63.), die aus 20 Metern einfach mal abzog.

«Es war bis zum Gegentor ein sehr überzeugendes Spiel. Dann war es ein bisschen unnötig spannend bis zum Ende, das hätten wir ein Stück weit souveräner runterspielen können», befand Dallmann. Wolfsburg sei immer die Messlatte. «Der Weg bis zur wirklichen Meisterschaft ist aber noch lang.»

«Wir waren gerade in der ersten Halbzeit nicht griffig genug, nicht wach genug, kassieren zwei Gegentore, die so nicht sein müssen», kritisierte Wolfsburgs Oberdorf. Die Münchnerinnen hätten zudem «zwei eklige» Innenverteidigerinnen gehabt. Diese konnten DFB-Kapitänin und Torjägerin Alexandra Popp aus der Partie nehmen. «In einem Topspiel reicht es nicht, nur eine Halbzeit drin zu sein, man muss es über 90 Minuten sein», äußerte VfL-Coach Tommy Stroot.

Die Münchnerin Jovana Damnjanovic (51.)verpasste mit einem an die Latte geschossenen Handelfmeter die frühzeitige Entscheidung. Der weiter ungeschlagene FC Bayern (14 Punkte) ist nun Spitzenreiter vor den Wolfsburgerinnen, die einen Zähler weniger haben.

«Ich war ein bisschen überrascht», räumte Hrubesch im ZDF seine Verwunderung über die Münchner Überlegenheit in den ersten 45 Minuten ein. «Die Bayern haben es klar dominiert in der ersten Halbzeit.»

Zweimal klärten die Wolfsburgerinnen auf der Linie (14., 20.), ehe der FC Bayern zuschlug. Nach einem Fehlpass von Popp, die trotz muskulärer Probleme starten konnte, schickte die umsichtige Georgia Stanway mit einem Pass in die Tiefe die starke Bühl. Ihre Hereingabe ließ Lisa Schmitz, die wegen der Folgen einer Gehirnerschütterung Nationaltorhüterin Merle Frohms vertrat, nach vorne klatschen. Im Nachschuss war Dallmann schneller als ihre Gegenspielerinnen.

Die Mittelfeldspielerin ließ später den Ball für Bühl abtropfen, die mit einem trockenen Schuss aus 17 Metern ins linke untere Eck erhöhte. Die Münchnerinnen drängten weiter, aber weder Damnjanovic noch Bühl (54.) mit einem Pfostenschuss beendeten die Hoffnungen des VfL auf etwas Zählbares in München vorzeitig. Nach dem völlig überraschenden Anschlusstor durch Oberdorf retteten die Münchnerinnen den Prestigesieg über die Zeit.

© dpa
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