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Uzun-Gala bei Fan-Kuriosum: Nürnberg in zweiter Pokalrunde

Top-Talent Can Uzun gelingt beim Kantersieg des 1. FC Nürnberg Historisches. Fast jeder darf bei der Neun-Tore-Show gegen Oberneuland mal ran. FCN-Coach Cristian Fiél hat trotzdem was zu meckern.
FC Oberneuland - 1. FC Nürnberg
Jan Gyamerah (r) aus Nürnberg wird während des Versuchs einer Flanke von einem Spieler von Oberneuland gestört. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Ihren höchsten Pokalsieg seit mehr als 30 Jahren feierten die Profis des 1. FC Nürnberg äußerst zurückhaltend. Den 9:1-Kantersieg am Samstag beim fünftklassigen FC Oberneuland wollte beim Zweitligisten nach fast 90 Minuten Einbahnstraßen-Fußball niemand überbewerten. Entsprechend gemütlich und emotionslos spazierten die Franken um ihren Dreifach-Torschützen Can Uzun zu den rund 1500 mitgereisten Fans. Die hatten schon vor dem Anpfiff für ein Kuriosum gesorgt: Weil viele der «Club»-Anhänger auf ihrer rund sechsstündigen Autofahrt im Stau standen, startete die Erstrundenpartie 15 Minuten später als geplant.

Der viermalige DFB-Pokalsieger aus Nürnberg belohnte die Reisestrapazen mit einer Tore-Show. Viele Fans hatten ihr erstes Bier noch nicht einmal ausgetrunken, da sorgte das 17 Jahre alte Top-Talent Uzun (10./14. Minute) schon für die Vorentscheidung. «Es war natürlich ein ganz anderes Niveau als in der Liga. Aber wir freuen uns über den Sieg, und ich freue mich über meine Tore», sagte der jüngste Dreierpacker im DFB-Pokal seit Einführung der Bundesliga 1963. Mit 17 Jahren und 274 Tagen löste der Nürnberger, der schon in der Liga gegen Hannover doppelt getroffen hatte, den früheren Schalker Olaf Thon ab.

Daichi Hayashi (15.), Ahmet Gürleyen (19.) und Taylan Duman (24./29./Foulelfmeter) erhöhten noch vor der Pause auf 6:0 und bescherten dem «Club» die höchste Halbzeitführung in einem Pflichtspiel überhaupt. «Wir wollten von Beginn an Druck machen. Das ist uns auch gelungen. Und so sind dann auch schnell die ersten Tore gefallen. Wir hatten hier einen guten Tag», befand Duman, der genau wie Uzun (67.) in der zweiten Halbzeit erneut traf. Auch der ehemalige Werder-Profi Benjamin Goller (71.) und Christoph Daferner (90.) durften sich in die Torschützenliste eintragen.

Eigentlich ein rundum gelungener Fußball-Nachmittag für den «Club» und Cristian Fiél, der seinen ersten Pflichtspiel-Sieg als Trainer der Nürnberger Profis feierte. «Pflichtaufgabe erfüllt», kommentierte der sonst meist impulsive Deutsch-Spanier den Einzug in die 2. Runde recht gefühlskalt, um kurz darauf seinen Stimmungsdämpfer zu erklären: «Das Gegentor ärgert mich, das war total unnötig», sagte Fiél über den Treffer von Bakary Lambers (89.).

Der 50. Nürnberger Auftaktsieg im DFB-Pokal war auch aus wirtschaftlicher Sicht für den Zweitligisten wertvoll: 646 800 Euro hat der «Club» schon jetzt an Prämien sicher.

© dpa
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