Verkündung nach Schlusspfiff: Zorniger soll Fürth retten

In Heidenheim sitzt Fürths neuer Trainer Alexander Zorniger noch auf der Tribüne. Dort sieht er ein 1:3 - und dass er noch viel Arbeit vor sich hat. Einen Grund zur Freude gibt es im Spiel aber auch.
Alexander Zorniger bei einer Pressekonferenz. © Bruno Fahy/BELGA/dpa/Archivbild

Alexander Zorniger soll die SpVgg Greuther Fürth vor dem Absturz in die 3. Fußball-Liga retten. Wenige Minuten nach dem 1:3 (0:2) in der 2. Bundesliga beim 1. FC Heidenheim startete der Tabellenletzte den Neuanfang und verkündete die Verpflichtung des 55-Jährigen. Der frühere Trainer von RB Leipzig und dem VfB Stuttgart startet am Montag, sein Vertrag läuft bis zum Sommer 2024.

«Jetzt gilt es, die Pobacken zusammenzukneifen und zusammen da wieder rauszukommen», sagte Geschäftsführer Rachid Azzouzi bei Sky. «Er ist ein sehr erfahrener Trainer. Er steht für eine Art Fußball, auch für Intensität, für eine gewisse Überzeugung. Das ist das, was wir jetzt brauchen: Die Überzeugung, dass wir da unten rauskommen.»

Zorniger, der zuletzt bei Apollon Limassol in Zypern arbeitete und dort die Meisterschaft gewann, soll den Bundesliga-Absteiger wieder auf Kurs bringen. Das erste Spiel hat es in sich: Fürth erwartet am Freitag den Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld.

«Wir werden alles dafür tun, um erfolgreich zu sein. Es geht in den nächsten Wochen darum, die Mannschaft so schnell wie möglich mit der hochintensiven Spielweise vertraut zu machen, für die ich auch stehe», sagte Zorniger.

Vor den Augen von Zorniger kassierten die Franken im ersten Spiel nach der Trennung des bisherigen Trainers Marc Schneider eine weitere Niederlage.  «In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft alles vermissen lassen», sagte Azzouzi bei Sky. Patrick Mainka (9. Minute) und Tim Kleindienst (33.) bestraften das mit ihren Toren. «Wenn du jedes Mal zwei, drei Gegentore bekommst, kannst du kein Spiel gewinnen», sagte Azzouzi.

Zorniger sah nach dem Seitenwechsel aber auch eine gute Reaktion seiner zukünftigen Mannschaft und das 1:2 durch Kapitän Branimir Hrgota (52.). Eine harte und fragwürdige Elfmeterentscheidung lenkte das Spiel wieder klar in Richtung der Gastgeber; Jan-Niklas Beste verwandelte sicher (56.). «Das ist kein Elfmeter», monierte Azzouzi. «Mit so einer Entscheidung tötest du einen in so einer Situation.»

Schön für die Fürther außer der Verpflichtung des neuen Trainers: Marco Meyerhöfer feierte nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung noch aus Erstliga-Zeiten in der Schlussphase vor 8130 Zuschauern das Pflichtspiel-Comeback. «Wir wollten unbedingt was mitnehmen», sagte Interimscoach Rainer Widmayer, der auf die enttäuschende erste Hälfte hinwies. «Wir haben zu naiv verteidigt und sind dann auf die Verliererstraße gekommen.»

Nach dem 2:2 am vergangenen Spieltag gegen Rostock hatte sich Fürth von Schneider getrennt. Vorübergehend wurde die Leitung der Mannschaft Assistenztrainer Widmayer anvertraut, der das Team zusammen mit Co Stefan Kleineheismann auf die Partie in Heidenheim eingestimmt hatte. Sie bleiben im Trainerteam. Neu kommt Jurek Rohrberg hinzu.

© dpa
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