«Entscheidung unumgänglich»: Nürnberg trennt sich von Klauß

Nach dem 0:3 in Karlsruhe reagiert der 1. FC Nürnberg und trennt sich von Trainer Klauß. Erst einmal sind die beiden Co-Trainer in der Verantwortung.
Der damalige Nürnberger Trainer Robert Klauß steht vor Spielbeginn auf dem Platz. © Daniel Karmann/dpa

Nach dem alarmierenden Leistungsverfall hat sich Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg von Trainer Robert Klauß getrennt. Das teilten die Franken am Montag mit. Klauß hatte im Sommer 2020 das Amt als «Club»-Trainer übernommen, er war zuvor Co-Trainer bei RB Leipzig gewesen.

«Wir bedauern diese Entscheidung, aber sie ist unumgänglich gewesen. Robert hat hier über mehr als zwei Saisons einen guten Job gemacht. Allerdings war die Entwicklung in den zurückliegenden Wochen ganz und gar nicht zufriedenstellend», sagte Sportvorstand Dieter Hecking laut Mitteilung am Tag nach dem 0:3 beim Karlsruher SC. «Die Art und Weise, wie die Mannschaft in Karlsruhe, aber auch schon in einigen Spielen zuvor aufgetreten ist, war nicht akzeptabel. Wir hätten uns alle darüber gefreut, wenn wir unseren Weg der Kontinuität verbunden mit erfolgreichen Spielen hätten weitergehen können.»

Bis auf Weiteres werden die beiden Co-Trainer Ersan Parlatan und Frank Steinmetz das Team betreuen. Die Trennung hatte sich im Laufe der Saison mehr und mehr abgezeichnet.

Für den «Club» war es in Karlsruhe die dritte Auswärtsniederlage nacheinander. Von den vergangenen fünf Partien wurde nur eine gewonnen. Trainer Klauß war damit zunehmend in Erklärungsnot geraten. Der 37-Jährige stand am Sonntag im Wildparkstadion bedröppelt im Regen.

Es sei einfach, «den Trainer immer als schwächstes Glied auszumachen», sagte Kapitän Christopher Schindler, der die Spieler in der Verantwortung sah: «Ich glaube nicht, dass es am Trainer liegt.» Das bewertete die «Club»-Führung anders.

Der Kapitän sieht die Mannschaft gefordert. «Es war ein bodenloser Auftritt von uns», sagte Schindler nach dem Spiel im TV-Sender Sky. Er sieht akuten Handlungsbedarf beim Fußball-Zweitligisten: «Die Zeit zum Reden ist jetzt auch irgendwann vorbei.» Eine erste Konsequenz hat der FCN jetzt gezogen.

© dpa
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