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Tournee als Zweikampf: Wellinger bleibt knapp vor Kobayashi

Die Vierschanzentournee der Skispringer ist so spannend wie lange nicht mehr. Mit seinem zweiten Platz in Garmisch überzeugt der Japaner Kobayashi. Wellinger bleibt aber voll auf Kurs.
72. Vierschanzentournee - Garmisch-Partenkirchen
Pius Paschke (Deutschland) nach der Landung. © Daniel Karmann/dpa

Skisprung-Star Andreas Wellinger hat die Hoffnungen auf den ersten deutschen Vierschanzentournee-Gesamtsieg seit Sven Hannawald 2002 am Leben gehalten. Der 28 Jahre alte Olympiasieger belegte am Montag auf der Großen Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen Rang drei, nachdem er 138 und 137,5 Meter weit gesprungen war. Er bleibt damit Führender in der Gesamtwertung.

Das Prestige-Event läuft immer mehr auf einen Zweikampf zwischen Wellinger und dem Japaner Ryoyu Kobayashi hinaus. Kobayashi wurde bei dem auch vom Wind beeinflussten Geduldsspiel vor 21 000 Zuschauern - laut Veranstaltern eine Bestmarke für das Neujahrsspingen - Zweiter und liegt nun 1,8 Punkte hinter Wellinger. Tagessieger wurde Anze Lanisek (136 und 137 Meter) aus Slowenien.

«Andi Wellinger heute super gesprungen und super gelandet, das war das Wichtigste. Er hat das super gelöst. Die Sprünge waren auf sehr hohem Niveau. Mit dem dritten Platz bin ich sehr zufrieden», sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Wellinger meinte: «Es ist mir wieder gelungen, dass ich zwei gute Sprünge mache. Der zweite war nochmal ein Stück besser. Ich dachte, er geht noch ein Stück weiter.» Einen deutschen Sieg zum Jahresstart gab es seit Hannawald vor 22 Jahren nicht mehr.

Anders als in Oberstdorf, als Wellinger vor Kobayashi und dem Österreicher Stefan Kraft gewann, ging es diesmal ganz eng zu. Nach einem Durchgang waren die vier besten Athleten gerade einmal etwas mehr als einen Meter auseinander. Topfavorit Kraft musste diesmal zwar keine schwere Garmisch-Niederlage hinnehmen wie in den vergangenen Jahren, verlor nach Platz sechs aber weitere wichtige Punkte im Kampf um den Titel.

Schon am Dienstag (13.30 Uhr/ZDF und Eurosport) geht es mit der Qualifikation in Innsbruck weiter. Es ist die gefürchtete Bergiselschanze, die Deutschlands Adlern in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Niederlagen beschert und schon häufiger das Aus im Kampf um den goldenen Adler markiert hatte.

Flugqualitäten und hohe Anfahrtsgeschwindigkeit

Das in den vergangenen Jahren stimmungsmäßig oft maue Neujahrsspringen wurde 2024 zu einer regelrechten Party. Am ersten Vormittag des neuen Jahres sorgten örtliche Blaskapellen für exzellente Stimmung. Das schwarz-rot-goldene Fahnenmeer wurde begleitet von herrlichem Sonnenschein und Hits von Helene Fischer und Safri Duo. Die von Wellingers Auftakterfolg zusätzlich befeuerte Skisprung-Begeisterung war zum Start in das neue Jahr bestens zu sehen.

«So ein Sieg in Oberstdorf ist etwas ganz Besonderes. Da muss man die Emotionen ein bisschen rauskommen lassen. Man muss gucken, dass man ein bisschen runterfährt. Man braucht jeden Tag Energie», sagte TV-Experte Severin Freund, selbst im Dezember 2015 Gewinner im Allgäu, am ZDF-Mikrofon. Und der Publikumsliebling machte alles wie gewohnt.

Getragen von tollen Flugqualitäten und auffällig hohen Anfahrtsgeschwindigkeiten zählt der Ruhpoldinger derzeit bei jedem einzelnen Sprung zur Elite. Das Wirrwarr um seinen gerissenen Anzug sowie die Landungsfehler an Silvester ließ Wellinger hinter sich und zeigte eine erneut beeindruckende Leistung. «Das ist eins der größten Dinge, die man als Skispringer erleben kann», sagte Freund mit Blick auf Kulisse und Bedeutung des Springens an Neujahr.

Champion Granerud wieder chancenlos

Hinter Wellinger konnte - wie bereits in Oberstdorf - kein weiterer Deutscher wirklich um die Podiumsplätze mitspringen. Pius Paschke (10.) war zwar ordentlich dabei, doch die Weltspitze ist für das restliche Team hinter Wellinger ein gutes Stück entfernt. Das gilt auch für Karl Geiger, der vor gut drei Wochen in Klingenthal noch zwei Siege feierte.

«Man muss demütig und geduldig bleiben», sagte der 30 Jahre alte Allgäuer, der nach 129 und 130 Metern nur Rang 16 belegte. Aus dem Kampf um den Gesamtsieg hat sich Mitfavorit Geiger schon nach den beiden deutschen Stationen verabschiedet. Titelverteidiger Halvor Egner Granerud aus Norwegen war erneut chancenlos und schaffte es nicht einmal in den zweiten Durchgang.

© dpa ⁄ Patrick Reichardt und Thomas Eßer, dpa
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