Tobias Kratzer wird Opernintendant

Er hat in Bayreuth 2019 den «Tannhäuser» inszeniert und arbeitete für Opernhäuser in Paris, London und Brüssel. Doch bald wird der freischaffende Opernregisseur Tobias Kratzer sesshaft. Denn der gebürtige Bayer bekommt einen hochkarätigen Posten in Hamburg.
Regisseur Tobias Kratzer nimmt in der Staatsoper an einer Pressekonferenz zur künftigen Opern-Intendanz teil. © Georg Wendt/dpa

Der Verjüngungsprozess an der Staatsoper Hamburg geht weiter. Vor wenigen Wochen ist der Nachfolger des legendären Ballettchefs John Neumeier verkündet worden und nun steht auch der neue Opernintendant fest: Von Sommer 2025 an wird der 42 Jahre alte Regisseur Tobias Kratzer, der gebürtiger Bayer ist, die Opernintendanz des Hauses übernehmen, wie die Kulturbehörde am Freitag in Hamburg mitteilte. «Mit Tobias Kratzer können wir einen der derzeit spannendsten Regisseure für die Intendanz der Hamburgischen Staatsoper gewinnen. Er hat die Findungskommission mit einem klaren und ambitionierten Zukunftsentwurf für die Oper überzeugt», sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) dazu. Der Aufsichtsrat hatte am Freitag die Personalie einstimmig beschlossen.

Mit zahlreichen Inszenierungen habe der gebürtige Bayer in den vergangenen Jahren bewiesen, «dass er mit seiner ganzen Energie und seinem frischen Blick das Publikum für die Oper begeistern kann». Kratzer hatte unter anderem 2019 in Bayreuth einen viel gelobten und preisgekrönten «Tannhäuser» inszeniert. Zudem wurde er unter anderem als Opernregisseur des Jahres 2020 in der Kritikerumfrage im Jahrbuch der «Opernwelt» und mit dem Oper!-Award der Zeitschrift «Oper!» als bester Regisseur ausgezeichnet.

Der seit 15 Jahren freischaffende Opernregisseur Kratzer folgt auf Georges Delnon, der seit 2015 Opernintendant der Staatsoper Hamburg ist und dessen Vertrag einvernehmlich zum Ende der Spielzeit 2024/25 enden wird.

Mit dem Abschluss dieser Spielzeit verlassen auf einen Schlag drei wichtige Männer die Staatsoper: Denn auch die Verträge des langjährigen Ballettintendanten John Neumeier sowie des Generalmusikdirektors Kent Nagano laufen dann aus.

Der Stabswechsel soll auch für einen Neuanfang mit Tradition genutzt werden, wie der Kultursenator Brosda weiter sagte. «Gemeinsam mit dem bereits für das Hamburg Ballett gewonnenen neuen Ballettdirektor Demis Volpi und dem Geschäftsführer der Oper Ralf Klöter wird Tobias Kratzer die Hamburgische Staatsoper in eine neue Zeit führen und auf Grundlage der Tradition des Hauses starke zeitgenössische künstlerische Impulse setzen.»

Kratzer freute sich am Freitag auf sein neues Engagement in Hamburg. «Als regieführender Intendant werde ich kontinuierlich an der Hamburgischen Staatsoper inszenieren und die musikalische wie szenische Spielkultur des Hauses in den kommenden Jahren mit prägen.» Er freue sich darauf, ein weiteres Kapitel im Geiste der abwechslungsreichen Geschichte des Hauses aufzuschlagen. Dem Publikum versprach er schon jetzt spannende Abende an der Dammtorstraße. «Ich wünsche mir, dass sie jede Vorstellung meiner Intendanz gut gelaunt, intellektuell stimuliert und mit dem Wunsch wiederzukommen verlassen.»

© dpa
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