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Sparen: Katholiken und Protestanten teilen sich Pfarrbüro

Die beiden großen Kirchen in Bayern müssen sparen, die Mitgliederzahlen sind stark gesunken. Im Nürnberger Stadtteil Langwasser wollen sich die Gemeinden künftig ein Pfarrbüro teilen - in ungewöhnlicher Lage.
Kollekte
Ein Korb mit Geldscheinen und Münzen steht in einer Kirche. © Elisabeth Edich/dpa/Symbolbild

Ein Servicezentrum für alle - egal ob evangelisch der katholisch. Das soll im Nürnberger Stadtteil Langwasser im kommenden Jahr entstehen. Die Gemeinden beider Konfessionen richten ein gemeinsames Pfarrbüro ein, das sich um die Anliegen von 16.000 Mitgliedern der katholischen und evangelischen Kirche kümmern soll. Nach Angaben des Bistums Eichstätt handelt es sich dabei um das erste ökumenische Pfarrbüro in Bayern.

Die «Zentrale Anlaufstelle» soll in der Nähe eines großen Shopping-Centers eingerichtet werden, wie es weiter hieß: «Die Kirche hat die Aufgabe, auch den Menschen nahe zu sein, die von sich aus nicht den Weg in die Gemeinden finden. Daher wird die «Zentrale Anlaufstelle» gut erreichbar an einem Ort eingerichtet, an dem in Langwasser viele Menschen unterwegs sind», sagte Projektleiterin Ilona-Maria Kühn. Das Büro solle vom Shopping-Center aus gut sichtbar sein.

Die Gremien der katholischen Pfarrei in Langwasser und der vier evangelischen Gemeinden haben dem Projekt bereits zugestimmt. Für Kühn ist die ökumenische Büro-Gemeinschaft auch eine Antwort auf die «zunehmend angespannte finanzielle Lage beider Kirchen». Dem Projekt komme so eine wichtige Vorreiterrolle in der ökumenischen Zusammenarbeit zu. Erwartet werden Einsparungen etwa beim gemeinsamen Einkauf von Büromaterial, Kerzen oder Dienstleistungen.

Beide Kirchen haben in Deutschland in den vergangenen Jahren deutliche Einbußen bei den Mitgliederzahlen verkraften müssen. In der Folge fehlen auch Einnahmen durch die Kirchensteuer.

In Langwasser habe ökumenische Zusammenarbeit schon eine lange Tradition, sagte Christine Schürmann, Dekanin des Prodekanats Nürnberg-Ost. Man sei «sehr, sehr happy», dass das gemeinsame Büro jetzt verwirklicht werde.

Wer also im Stadtteil eine Taufe anmelden möchte, einen Termin für eine Trauung sucht oder eine kirchliche Bestattung für einen Angehörigen organisieren möchte, kann sich bald an das ökumenische Büro wenden. Auch Menschen in Not oder ehrenamtliche Helfer finden dort Ansprechpartner.

«Angesichts sinkender Mitgliederzahlen und damit rückgängiger Ressourcen» wolle man «Kräfte bündeln und so gemeinsam mehr Service bieten, als es jede Kirche für sich allein schaffen würde», betonte Kühn. Das klassische Pfarrbüro-Angebot solle ergänzt werden durch Beratungsleistungen kirchlicher Fachstellen. Die Eröffnung ist für den 9. Mai 2024 geplant.

© dpa
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