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Fürth hadert kurz nach Schock: «Nicht unterkriegen lassen»

Die Siegesserie der SpVgg Greuther Fürth ist gerissen - und das sehr bitter. Fast mit dem Schlusspfiff kassieren die Franken das Remis. Ein Comeback-Mann überwindet den lange Unüberwindbaren.
SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Magdeburg
Der Fürther Tim Lemperle (l) kämpft mit Torwart Dominik Reimann aus Magdeburg um den Ball. © Daniel Karmann/dpa

Das schmerzhafte Ende einer imposanten Siegesserie hakte die SpVgg Greuther Fürth schnell als Ausrutscher ab. «Wir sind punktgleich mit dem HSV, vier Punkte vor Hannover. Wenn wir vor solchen Mannschaften sind, dann hat die Mannschaft viel richtig gemacht», lobte Trainer Alexander Zorniger nach einem kurzen Frustmoment seinen in den vergangenen Wochen so starken Fußball-Zweitligisten.

Die Fürther mussten sich am Samstag mit einem 1:1 (0:0) gegen den 1. FC Magdeburg begnügen und verpassten den sechsten Ligaerfolg ohne Gegentor nacheinander. Nach einer ersten Spielhälfte mit vielen verpassten Chancen erzielte Tim Lemperle nach dem Seitenwechsel den umjubelten Führungstreffer der Gastgeber (59.). Zu leichtfertig ließen die Gastgeber Magdeburg mit dem letzten Angriff zum Ausgleich kommen - Mohammed El Hankouri glückte bei seinem Comeback das späte 1:1 (90.+5). «Es fühlt sich nicht gut an, wenn du mit dem Abpfiff das 1:1 bekommst», sagte Zorniger.

Bei einer Torschussbilanz von 12:3 vor der Pause verpassten es die Fürther, die Partie vor 10 796 Zuschauern frühzeitig in ihre Richtung zu lenken. Die Offensive um Branimir Hrgota, Armindo Sieb und Lemperle ließ zum Teil beste Möglichkeiten aus. «Wenn Magdeburg mit 0:2, 0:3 oder 0:4 in die Pause geht, können sie sich nicht beklagen», bilanzierte Zorniger mit Blick auf die Halbzeit-Bilanz. Das hätte Magdeburgs Luc Castaignos fast schon kurz vor dem Pausenpfiff mit der Gäste-Führung bestraft.

Besser machten es die Franken nach dem Seitenwechsel, als Lemperle nach schönem Zuspiel von Simon Asta zur Führung der zweitjüngsten Zweitliga-Mannschaft traf. Auf der Gegenseite rettete Fürths Torhüter Jonas Urbig gleich zweimal herausragend (61./62.). Fast mit dem Schlusspfiff schockte der nach einem Muskelbündelriss zurückgekehrte El Hankouri mit einem sehenswerten Treffer.

«Wir haben wieder ein gutes Spiel gemacht und dürfen uns jetzt nicht von der letzten Aktion unterkriegen lassen», sagte Torschütze Lemperle. In den vergangenen Wochen sei man «einfach noch den Tick konsequenter» gewesen.

Urbig kassierte sein erstes Liga-Gegentor seit Mitte Oktober. «Dass dann so ein Tor fällt, ist brutal ärgerlich», sagte der in dieser Szene machtlose Keeper. «Er trifft den Ball einfach gut, das muss man anerkennen und es gehört zum Sport dazu, dass man auch mal unglückliche Situationen hat. Wir können aber auf unserer Leistung aufbauen.»

© dpa ⁄ Malte Zander, dpa
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