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Nürnberger Christkind: Bevölkerung darf Vorauswahl treffen

Alle zwei Jahre wird in Nürnberg ein neues Christkind gewählt. Wer sich um das Amt bewerben kann, ist genau geregelt. Welche Kandidatin schafft es in die Endrunde?
Eröffnung Nürnberger Christkindlesmarkt
In diesem Jahr wird wieder ein neues Nürnberger Christkind gesucht. © Daniel Karmann/dpa

Goldene Lockenperücke und engelsgleiches Gewand - das Nürnberger Christkind sieht immer gleich aus, doch alle zwei Jahre steckt ein anderes Mädchen im Kostüm. Eine erste Vorauswahl von zwölf Bewerberinnen ist getroffen. Seit Samstag können nun die Bürgerinnen und Bürger abstimmen, welche sechs davon eine Runde weiterkommen. Am 30. Oktober wird eine Jury entscheiden, wer das neue Christkind wird.

Bewerben durften sich Nürnbergerinnen zwischen 16 und 19 Jahren, die mindestens 1,60 Meter groß sind. Seit 1969 ist das Voraussetzung. Schwindelfrei, wetterfest und belastbar - auch das gehört zur Jobbeschreibung. Denn das Christkind eröffnet jedes Jahr den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt von der Empore der Frauenkirche - hoch über den Köpfen Tausender Menschen. Während der Adventszeit hat es außerdem einen Termin nach dem anderen im Kalender, viele davon draußen.

Mehr als 150 Auftritte werde das Christkind heuer absolvieren, sagte Christkind-Betreuerin Susanne Randel. Neben Rundgängen über dem Christkindlesmarkt besuche es zum Beispiel Altenheime, Kindergärten oder Behinderteneinrichtungen.

Doch wieso darf eigentlich kein Junge in dem Kostüm stecken, wie kürzlich ein Leser in einem Leserbrief der «Nürnberger Nachrichten» fragte? Die Stadt begründet dies mit historischen Bezügen. «Schon seit dem 16. Jahrhundert tritt - gemeinsam mit Maria, Josef, dem Jesuskind und anderen Weihnachtsfiguren - eine von einem Mädchen dargestellte Christkindfigur mit weißem Kleid und goldener Krone bei Umzügen in Erscheinung», teilte eine Sprecherin mit. Dieses Bild habe sich im Lauf der Jahrhunderte verfestigt.

Deshalb komme ein Junge trotz Perücke und Gewand als Christkind-Darsteller nicht in Betracht. «Wir haben keinen Zweifel daran, dass die Grundbotschaft unseres Christkinds durch Menschen jeden Geschlechts vermittelt werden könnte, wollen an dieser Stelle aber der genannten Historie Rechnung tragen und auch unserer Tradition treu bleiben: Unser Christkind ist eine weibliche Figur.»

© dpa
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