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Mehr geflüchtete Kinder an Bayerns Schulen

Rund 31.000 ukrainische Schülerinnen und Schüler lernen inzwischen in den Schulen des Freistaats. Doch sie sind nicht die einzigen - auch aus anderen Ländern fliehen Kinder und Jugendliche nach Bayern. «Brückenklassen» gibt es aber nur für eine der beiden Gruppen.
Ukrainische Schülerin
Ein Mädchen aus der Ukraine sitzt mit ihrem Unterrichtsmaterial in einer Klasse. © Peter Kneffel/dpa

Rund 31.000 ukrainische Kinder und Jugendliche lernen derzeit an bayerischen Schulen - die meisten davon sitzen in ganz normalen Klassen. Vor allem die Mädchen und Jungen im Grundschulalter sollen dort von Anfang an ein «Sprachbad» nehmen, um möglichst schnell Deutsch zu lernen. Aber auch manche ältere Jugendliche, die beispielsweise in der Ukraine Deutschunterricht hatten, gehen in Regelklassen. Insgesamt sind dort inzwischen rund 19.000 Schülerinnen und Schüler aufgenommen worden, wie das bayerische Kultusministerium in München auf Anfrage mitteilte.

Rund 8000 ukrainische Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen fünf bis neun gehen hingegen in eine der aktuell rund 630 schulartunabhängigen und jahrgangsübergreifenden Brückenklassen. Dort liegt der Fokus auf Deutsch, Mathematik und Englisch und lässt zudem noch Raum, um am ukrainischen Fernunterricht teilzunehmen. So können die Schülerinnen und Schüler später flexibel in die bayerischen Regelklassen wechseln oder in ihre Heimat und das dortige Schulsystem zurückkehren. Zusätzlich wurden mit Stand Ende September 4300 ukrainische Flüchtlinge in normalen Klassen mit zusätzlichen Sprachförderangeboten gezählt.

«Aktuell nimmt auch der Zuzug von Geflüchteten ohne Ukrainebezug nach Bayern zu, welche in zusätzlich eingerichtete Integrationsmaßnahmen aufgenommen werden», ergänzte das Ministerium. Eine vergleichbare Statistik wie bei den ukrainischen Flüchtlingen gebe es für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus anderen Ländern allerdings nicht. Sicher sei jedoch: «Es können alle schulpflichtigen Kinder unterrichtet werden.» Es lägen keine Rückmeldungen vor, dass geflüchtete Kinder oder Jugendliche auf einen Schulplatz warteten.

Die Kinder aus anderen Ländern lernen dabei nicht gemeinsam mit den ukrainischen Flüchtlingen in den Brückenklassen, sondern vorrangig in Deutschklassen an Grund- und Mittelschulen. Dort stehen ein, höchstens zwei Schuljahre lang zehn Wochenstunden Deutsch als Fremdsprache auf der Stundentafel. Berufsschulpflichtige Schülerinnen und Schüler treten üblicherweise in eine Berufsintegrationsvorklasse sein, in der intensive Sprachförderung, grundlegende allgemeinbildende und berufsorientierende Inhalte und Lerngebiete zur gesellschaftlichen Integration und Wertevermittlung im Vordergrund stehen.

© dpa
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