Sehr hohe Waldbrandgefahr in Bayern

In vielen Regionen Bayerns hat es lange nicht mehr geregnet. Im Wald sollte man deshalb besonders vorsichtig sein. Die Waldbrandgefahr ist aktuell sehr hoch. Wie können Feuer verhindert werden?
Feuerwehrleute bereiten einen Löschangriff vor. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Die Waldbrandgefahr steigt wegen der großen Trockenheit in Bayern weiter. Der Deutsche Wetterdienst erwartet ab Dienstag in vielen Regionen die höchste Warnstufe. Entspannung ist erstmal nicht in Sicht. Ab Mittwochnachmittag und am Donnerstag sind mancherorts zwar Regen und Gewitter mit unwetterartigen Schauern möglich. Doch schon am Freitag soll es wieder überwiegend hochsommerlich warm und trocken sein, wie der Wetterdienst mitteilte.

Ministerin Michaela Kaniber (CSU) appelliert deshalb an alle Waldbesucher, besonders vorsichtig zu sein: «Die aktuelle Hitzewelle und die herrschende Trockenheit sorgen dafür, dass die Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe reicht aus, um einen folgenschweren Waldbrand auszulösen.» Auch das Parken auf trockenem Gras könne wegen der heißen Fahrzeug-Katalysatoren gefährlich werden.

Nach wochenlanger Trockenheit rückten am Montag die Feuerwehren in Unterfranken bereits zu mehreren Bränden in Wäldern und auf Feldern aus. Mehrere Feuerwehrleute wurden verletzt. In allen bayerischen Regierungsbezirken sind nach Angaben des Innenministeriums in München Flugzeuge und Hubschrauber unterwegs, um die Wälder von oben zu beobachten und mögliche Feuer zu entdecken.

«Bayernweit stehen uns rund 300 ehrenamtliche Piloten mit mehr als 150 Flächenflugzeugen und fünf Hubschraubern zur Verfügung», teilte der für den Katastrophenschutz zuständige Minister Joachim Herrmann (CSU) mit. «Damit können unsere rund 250 speziell ausgebildeten Luftbeobachter sehr effektiv und engmaschig die Lage aus der Luft überwachen.» Auch bei der Brandbekämpfung könne die Feuerwehr aus der Luft unterstützt werden. In Bayern kamen demnach dabei Hubschrauber statt Löschflugzeugen zum Einsatz.

© dpa
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