DFB räumt Schiedsrichter-Fehlentscheidungen ein

Der DFB hat nach den umstrittenen Handspielsituationen der vergangenen beiden Bundesliga-Wochenenden gleich vier Fehlentscheidungen der Schiedsrichter-Teams eingeräumt. «Wir haben die Situationen analysiert und werden die Ergebnisse vor dem nächsten Spieltag auch noch mal mit den Schiedsrichtern besprechen», sagte Peter Sippel, beim Deutschen Fußball-Bund Sportlicher Leiter Bundesliga. «Ziel muss es bleiben, eine möglichst einheitliche Regelauslegung zu erreichen, um für Clubs, Fans und vor allem auch für Spieler berechenbar zu sein.»
Ein Schiedsrichter zeigt eine Gelbe Karte. © Daniel Reinhardt/dpa/Symbolbild

In der Schlussphase der Partie zwischen Hertha BSC und Bayer Leverkusen (2:2) hatte Leverkusens Odilon Kossounou den Ball bei einem Hertha-Schuss mit dem Arm abgewehrt - einen Elfmeter hatte es aber nicht gegeben. Laut Sippel hätte der Videoassistent «aufgrund der eindeutigen Bilder eingreifen und dem Schiedsrichter einen On-Field-Review empfehlen» müssen.

Beim 1:0 des 1. FC Union Berlin beim 1. FC Köln hatte es in der Anfangsphase nach einem angeblichen Handspiel von Luca Kilian einen Handelfmeter gegeben. «Die Armbewegung des Abwehrspielers stellt hier keine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche dar», sagte Sippel. Die Entscheidung Strafstoß sei «klar und offensichtlich falsch, und der Video-Assistent hätte eingreifen müssen». Kölns Marvin Schwäbe hatte den Strafstoß gehalten.

Den letztlich ebenso parierten Strafstoß für Werder Bremen in der Nachspielzeit des 0:1 gegen den FC Augsburg hätte es auch nicht geben dürfen. Das angebliche Handspiel kam von Maximilian Bauer. «Hier befindet sich der Abwehrspieler in einer Drehbewegung, ohne klare Orientierung zum Ball», sagte Sippel. «Die Arme, obwohl etwas vom Körper entfernt, sind als natürliche Folge der Körperbewegung einzuordnen.» Der Schiedsrichter habe «hier auf Strafstoß entschieden, was als klar und offensichtlich falsch einzuordnen ist».

Beim 1:0 von Borussia Dortmund am fünften Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim hätte es laut Sippel nach einem Handspiel von Ozan Kabak einen Elfmeter für den BVB geben müssen. «Nach dem Flankenball geht der linke Unterarm nach außen, in die Flugbahn des Balles und wehrt den Ball ab. Aufgrund der Bewegung des Armes zum Ball handelt es sich um Absicht, und ein Strafstoß wäre die logische Konsequenz», sagte Sippel. «Weil die Bilder diesen Vorgang eindeutig belegen, hätte der Video-Assistent auch eingreifen und dem Schiedsrichter die Möglichkeit geben müssen, über einen zweiten Blick auf die Situation zur richtigen Entscheidung zu kommen.»

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Achtelfinale winkt: Addo feiert ersten WM-Sieg mit Ghana seit 2010
Internet news & surftipps
Telekommunikation: Handynetz-Betreiber: Weniger 4G-Funklöcher in Deutschland
Job & geld
Einbürgerung: Acht Schritte zur deutschen Staatsbürgerschaft
Tv & kino
Featured: Fall – Fear Reaches New Heights | Filmkritik: Hochmut kommt vor dem…
Internet news & surftipps
Datenschutz: Irland: 265 Millionen Euro Strafe gegen Facebook-Mutter Meta
Tv & kino
Neu in Kino: Die Filmstarts der Woche
Das beste netz deutschlands
Featured: Vodafone verlost Riesenfreude: Gewinne eine Gondelfahrt im Wheel of Vision
Tv & kino
Hollywood: Antonio Banderas: Tom Holland wäre ein guter Zorro
Empfehlungen der Redaktion
1. bundesliga
Bundesliga: DFB räumt Schiedsrichter-Fehlentscheidungen ein
Wm gruppe h
Fußball-WM: Ghana-Trainer Addo verärgert über Elfmeter für Ronaldo
1. bundesliga
Ehemaliger Unparteiischer: Manuel Gräfe: Schiedsrichter fühlen sich im Stich gelassen
2. bundesliga
Torhüter im Fokus: Regelverstöße bei Elfmetern sollen strenger geahndet werden
Regional bayern
Bundesliga: Nagelsmann: Mehr Tempo beim Videobeweis
1. bundesliga
Bundesliga: Nagelsmann wünscht mehr Tempo beim Videobeweis
Fußball news
Europa League: «Pure Freude»: Union im Elfmeterglück gegen Braga
Regional hamburg & schleswig holstein
Ehrungen: DFB: E-Juniorentrainer erhält Fair-Play-Preis