Holetschek warnt vor Infektionswelle durch Corona-Variante

Die neue Coronavirus-Variante BA.5 breitet sich aus. Bayerns Gesundheitsminister warnt deshalb vor steigenden Infektionszahlen. Der Bund habe Deutschland schlecht darauf vorbereitet.
Klaus Holetschek, Gesundheitsminister von Bayern. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat vor steigenden Infektionszahlen durch die neue Omikron-Subvariante BA.5 gewarnt. Nach Wellen in anderen Ländern sei damit zu rechnen, dass BA.5 bald auch dominant in Deutschland wird, teilte der CSU-Politiker am Samstag in München mit. «Der Infektionsdruck könnte damit wieder steigen.»

Anlass für eine Verschärfung der Corona-Vorschriften sehe er allerdings nicht. BA.5 scheine keine schwereren Erkrankungen zu verursachen als frühere Typen der Omikron-Variante des Coronavirus. Gleichwohl sei dies kein Grund für Sorglosigkeit. Im Herbst sei mit neuen Virusvarianten zu rechnen, die ansteckender und womöglich auch gefährlicher sein könnten.

In diesem Zusammenhang kritisierte er die Corona-Politik der Bundesregierung. Diese habe das Infektionsschutzgesetz noch nicht an mögliche Entwicklungen angepasst. «Die in der Corona-Frage zerstrittene Berliner Ampel läuft derweil Gefahr, den Zug zu verpassen, rechtzeitig vor der Sommerpause des Bundestags die nötigen Änderungen auf den Weg zu bringen», erklärte Holetschek. Der Bund müsse den Ländern ermöglichen, «schnell und angemessen» auf neue Infektionswellen zu reagieren.

Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen stieg die Corona-Inzidenz in Bayern leicht auf 308,9 nach 308,5 am Freitag. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort. Noch am 30. Mai hatte das RKI einen Wert von 190 gemeldet. Zuletzt hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am 24. Mai über 300 gelegen. Die Entwicklung der vergangenen Wochen kann allerdings teilweise durch Feiertage verzerrt sein. Deutschlandweit gab das RKI die Inzidenz am Sonntag mit 333,7 an.

Ihren Höhepunkt hatte die Inzidenz in Bayern Ende März mit 2199,9 erreicht. Allerdings werden inzwischen auch deutlich weniger Tests durchgeführt. Daher sind alle Zahlen mit großer Vorsicht zu interpretieren.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

© dpa
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