Holetschek: Maske gegen Corona nicht mehr verhältnismäßig

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts die Entscheidung zur Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr begründet. Das Coronavirus mache nicht mehr den Hauptteil der Viruserkrankungen aus - Influenza und RS-Virus hätten viel höhere Anteile bei den Erkrankten in Krankenhäusern. Insofern sei eine Maskenpflicht zum Schutz vor dem Coronavirus nicht mehr verhältnismäßig, sagte Holetschek.
Klaus Holetschek, (CSU) Staatsminister für Gesundheit und Pflege, lächelt. © Peter Kneffel/dpa

Er betonte aber, die Staatsregierung spreche weiterhin eine Empfehlung zum Tragen von Masken aus - zum Schutz vor Corona und vor anderen Erkrankungen. Bezüglich der Corona-Situation schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf Twitter: «Die Infektionslage ist seit langem stabil.» Bayern liege mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 106 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 204, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

Das Kabinett hatte zuvor die Aufhebung der Maskenpflicht nach dem 9. Dezember beschlossen. Damit ist eine der großen Bastionen im Kampf gegen die Erkrankung im Freistaat gefallen. Maskenpflicht besteht jetzt noch etwa in Arztpraxen, Krankenhäusern oder Altenheimen.

© dpa
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