Zur Sicherheit: Vor G7-Gipfel werden Gullydeckel verklebt

Der G7-Gipfel rückt näher. Um die Sicherheit der Teilnehmer zu garantieren, ist die Polizei schon jetzt mit vielen Kräften in der Gegend unterwegs. Holzstöße, Gullydeckel - was normalerweise nicht als gefährlich gilt, wird nun unter die Lupe genommen und gesichert.
Polizisten versiegeln aus Sicherheitsgründen einen Kanaldeckel an der Protokollstrecke. © Angelika Warmuth/dpa

Gut fünf Wochen vor dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen werden dort Zehntausende Gullydeckel versiegelt. Spezielle Trupps der bayerischen Polizei seien dazu in der Gegend im Einsatz, teilte der G7-Planungsstab der Polizei mit. So wurden am Dienstag in Garmisch-Partenkirchen bei strömendem Regen mithilfe von Brennern Gullydeckel fest am Boden fixiert.

Der G7-Gipfel unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist vom 26. bis 28. Juni geplant. Bereits 2015 hatten sich die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden demokratischen Industrienationen auf Schloss Elmau getroffen. Damals waren laut Polizei rund 18.000 Beamte im Einsatz.

Auch bei dem Gipfel 2015 waren in der Region Kanaldeckel versiegelt worden. Die Zahl der gesicherten Gullydeckel orientiere sich an den damaligen Zahlen, erläuterte die Polizei. Zudem würden andere Objekte überprüft, die als sicherheitsrelevant oder als mögliche Gefahrenquellen eingestuft werden könnten. Dazu könnten auch Briefkästen als mögliche Verstecke für gefährliche Gegenstände zählen. In Einzelfällen bestehe wie bereits 2015 die Möglichkeit, dass Briefkästen entfernt werden müssten.

Rund ein Dutzend Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind in diesen Tagen entlang der sogenannten Protokollstrecke unterwegs, auf der die Staats- und Regierungschefs je nach Lage an- und abreisen könnten. Auf etwa zehn Kilometern sollen 220 Haushalte und Grundstücksnutzer angesprochen werden, teilte die Polizei mit.

Die Einheimischen - Anwohner wie auch Gewerbetreibende - sollen darauf vorbereitet werden, dass es zu Sperrungen und damit zu Beeinträchtigungen kommen kann. Zudem wollen die Beamten weitere eventuelle Gefahrenstellen identifizieren, wie zum Beispiel Holzstapel, Briefkästen oder Mülltonnenhäuschen. Gemeinsam mit den Anwohnern soll dann nach Lösungen gesucht werden, die entsprechenden Objekte zu beseitigen oder anders Abhilfe zu schaffen.

© dpa
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