G7-Gipfel: Sicherheitsbereich um Schloss Elmau geschlossen

Zum zweiten Mal treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder in Bayern auf Schloss Elmau im Werdenfelser Land. Der Tagungsort ist nun abgeriegelt - für Wanderer ist der Bereich tabu.
Ein Fahrzeug wird auf der Straße nach Schloss Elmau kontrolliert. © Angelika Warmuth/dpa

Eine Woche vor dem G7-Gipfel hat die Polizei den Tagungsort Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hermetisch abgeriegelt. Zutritt hat seit Sonntagmorgen nur noch, wer eine Akkreditierung vorweisen kann. Für Touristen ist der Bereich tabu.

Rund um das Schloss gibt es eine 16 Kilometer lange und teils meterhohe Absperrung. Damit wird eine Sicherheitszone mit einer Gesamtfläche von vier Quadratkilometern um das Luxushotel abgeschirmt, in dem sich vom 26. bis 28. Juni die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder treffen. Aus Sicherheitsgründen wurden auch Zehntausende Gullydeckel in der Umgebung versiegelt.

Die Sperre um das Schloss besteht teils aus Maschendrahtzaun, teils aus Lawinenschutzverbauungen. Auf rund acht der 16 Kilometer gibt es keine Sperre, jedoch sind dort Beamte und Beamtinnen rund um die Uhr zur Bewachung im Einsatz. Zaunelemente wurden mit dem Hubschrauber in unwegsames Gelände geflogen. Um Bäume wurden - zum Schutz der Stämme auf Matten - Drahtschleifen gelegt, an denen der Zaun befestigt ist.

Schon bei dem ersten G7-Gipfel auf Schloss Elmau vor sieben Jahren hatte es eine solche Absperrung gegeben - schon damals sorgte das für Unmut bei den Einheimischen. Der G7-Planungsstab der Polizei erläuterte dazu: «Dass ein solcher Sicherheitsbereich angesichts des hohen Gefährdungsgrades der Gipfelteilnehmer verfassungskonform ist, hat das Bundesverfassungsgericht in seinen Entscheidungen zum zurückliegenden G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm bestätigt.»

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte versichert, dem Naturschutz werde bei den Maßnahmen Vorrang eingeräumt. Etwa wurde ein Wanderparkplatz nahe des Schlosses zum Hubschrauberlandeplatz umfunktioniert. Die im Weg stehenden Bäume wurden aber nicht gefällt, sondern ausgegraben und an anderer Stelle eingesetzt. Es geht allerdings um eine Handvoll eher junger Bäume - und rundum ist Wald.

© dpa
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